BERLIN, aber oho : Fischinger Cembalobau

Matthias Fischinger baut Cembali. Weil das nicht viele können, ist die Wartezeit lang.

Philip Barnstorf
Markus Fischinger baut in seiner Werkstatt Cembali.
Markus Fischinger baut in seiner Werkstatt Cembali.Foto: Philip Barnstorf

Seit seinem sechsten Lebensjahr ist Matthias Fischinger von Cembali fasziniert. Damals hatte sein Vater einen Cembalo-Bausatz gekauft. Über zwei Jahre werkelten Vater und Sohn an dem Tasteninstrument. Nach einer Ausbildung zum Klavierbauer und einem Mathematik- und Musikwissenschaftsstudium machte Fischinger seine Leidenschaft zum Beruf – seit 15 Jahren fertigt er in seiner Werkstatt Cembali. „Bei Klavieren wird seit 100 Jahren der gleiche Standard gebaut“, sagt der 42-Jährige. „Der Cembalo-Bau ist dynamischer und kreativer.“ So baut er je nach Kundenwunsch etwa ein italienisches Cembalo, das sich mit kraftvollem Klang gegen ein Orchester behaupten kann, oder er sägt und leimt ein eher leises französisches Instrument zusammen. Der Bau eines Instruments beginnt immer mit dem nicht vorgefertigten rohen Holz und dauert ungefähr fünf Monate. Weil Fischinger jedoch viele Aufträge hat – auch von den Berliner Philharmonikern –, liegt die Wartezeit bei knapp zwei Jahren.


Chef: Markus Fischinger (42)

Branche: Handwerk

Mitarbeiter: 1

Gründungsjahr: 1999

Firmensitz: Fehrbelliner Straße 51, Mitte

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