BERLIN, aber oho : Museion

Woher Museen den Krimskrams bekommen, den sie in ihren Shops verkaufen? Zum Beispiel von Daniel Strauch.

M. Krause/ M. Hubschmid
Foto: Maris Hubschmid

Fünf Jahre lang übersetzte Daniel Strauch altgriechische Schriften ins Lateinische, dann sehnte er sich nach neuen Aufgaben mit mehr Leben. Der Historiker gründete Museion, einen Versandhandel, der mittlerweile Museumsshops in ganz Deutschland mit Postkarten, Postern, Kühlschrankmagneten, Ritterfiguren, Münzrepliken und anderen Kleinoden beliefert. Ob Renaissance oder Moderne: Für jede Epoche gibt es bei Museion das passende Gimmick. Die meisten Artikel zeigen alte Gemälde oder Fotos berühmter Statuen. Auch eine große Auswahl von Papeterie im britischen Stil hat Strauch im Sortiment. Die Magneten fertigen er und seine Mitarbeiter von Hand. Vieles andere bezieht der 51-Jährige im Ausland. Im Internet unter www.museion-versand.de können nicht nur Geschäftskunden, sondern auch Privatleute aus rund 4000 Artikeln wählen. „Hin und wieder rufen Gräfinnen bei mir an, um opulente Partys mit stilechten Accessoires ausstatten zu lassen“, erzählt Strauch. Mit zwei Geschäftsfreunden hat er darum jüngst „Nofretete Merchandising“ gegründet, eine neue Firma, die Aufträge dieser Art künftig für Großkunden umsetzen soll.

Chef: Daniel Strauch (51)

Branche: Versandhandel

Mitarbeiter: 7

Gründungsjahr: 1999

Firmensitz: Hertelstraße 3, Friedenau

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