Krefeld - Eisbären 5:4 : Felski verliert beim Jubiläum

In seinem 800. DEL-Spiel scheitert Sven Felski im Penaltyschießen gleich zweimal und verliert mit den Eisbären Berlin gegen personalgeschwächte Krefelder.

Hans-Gerd Schoofs[Krefeld]

Das hatte sich Sven Felski wohl anders vorgestellt. Zumal es an diesem Dienstagabend, als er zum 800. Mal in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auflief, noch eine Zugabe in seiner Spezialdisziplin gab: Felskis Eisbären mussten in einer turbulenten Partie bei den Krefeld Pinguinen in das Penaltyschießen. Zweimal vergab der sonst so sichere Schütze an seinem Jubiläum. Und verlor mit den Berlinern schließlich 4:5 (0:0, 3:2, 1:2/ 0:1). Es war eben nicht das erwartete leichte Spiel für den Favoriten.

Dabei litten die Krefelder unter akuter Personalnot. In ihrem dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen mussten sie gleich auf acht Stammspieler verzichten. Aufseiten der Eisbären fehlte neben dem Langzeitverletzten Frank Hördler nur Stürmer Jeff Friesen, der sich am Sonntag beim 6:3 in Mannheim nach einer heftigen Prügelei eine Sperre eingehandelt hatte. Im ersten Drittel wussten die Berliner mit diesem personellen Wettbewerbsvorteil nicht viel anzufangen. Sie agierten harmlos, während die dezimierten Pinguine von Beginn an munter aufspielten. Für ihren mutigen Auftritt vor knapp 3.000 Zuschauern wurden die Gastgeber im Mitteldrittel belohnt. Erst traf Charlie Stephens in der 26. Minute zur Führung, kurze Zeit später erhöhte Michael Endraß sogar auf 2:0 für Krefeld.

Und die Eisbären? Sie wurden durch den Rückstand aufgeweckt. Insgesamt acht Minuten brauchten sie danach, um selbst in Führung zu gehen . Nur 14 Sekunden nach dem zweiten Tor der Pinguine schoss Andy Roach den Anschlusstreffer, bevor Tyson Mulock traf und Verteidiger Richie Regehr per Schlagschuss das 3:2 erzielte. So leicht kann Eishockey sein. Nicht ganz. Denn Krefeld kam durch Allan Rourke zurück ins Spiel. Und auch nachdem Constantin Braun die Eisbären erneut in Führung geschossen hatte, kämpften sich die Pinguine wieder zum Ausgleich – diesmal durch Daniel Pietta. So forderten die zähen Krefelder den Deutschen Meister mit einem Miniaufgebot bis ins Penaltyschießen heraus, bei dem sie mehr Glück hatten. Nachdem Felski zwei Versuche vergeben hatte, sorgte Krefelds Herbert Vasiljevs mit einem schönen Rückhandschlenzer für die Entscheidung.

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