Nachrichten : Kurz notiert - Neues aus der Freien Universität

Spannende Forschung, Neues aus der Lehre, Ehrungen für Wissenschaftler und Studierende sowie Veranstaltungen, bei denen auch die interessierte Öffentlichkeit willkommen ist. An dieser Stelle erfahren Sie auf einen Blick, was sich auf dem Campus in Dahlem gerade alles tut.

Foto: Imago/McPhoto

MELDUNGEN

Was bleibt von der Studentenbewegung?
Ein öffentliches Streitgespräch unter dem Motto „Was bleibt?“ setzt am 11. Juli den Schlusspunkt der Vorlesungsreihe an der Freien Universität über die Studentenbewegung der 1960er Jahre in der Bundesrepublik. Zuvor, am 20. Juni, spricht Professorin Ingrid Gilcher-Holtey von der Universität Bielefeld in der Reihe über „Soziale Bewegungen: 1968 – Eine Wahrnehmungsrevolution? Ein deutsch-französischer Vergleich“. Am 27. Juni hält Professor Rudi Schmidt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen Vortrag zu „Wandel der Öffentlichkeit – Digitale Vielfalt statt Pressekonzentration“. Professor Norbert Frei von derselben Universität spricht am 4. Juli über „Internationale Parallelitäten – USA, Japan, West- und Ost-Europa, DDR“. Die Vorträge finden um 16.15 Uhr im Hörsaal 1a in der Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin statt. Sie sind Teil des Offenen Hörsaals der Freien Universität. Der Eintritt ist frei.

Stadt. Land. Cross. – Campus Run der Freien Universität am 9. Juli
Am 9. Juli findet erneut ein Volkslauf rund um das Hauptgebäude der Freien Universität statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in vier Kategorien und auf einer Länge von 1100 Metern bis zu zehn Kilometern über den Campus und das Landgut Domäne Dahlem sowie durch nahegelegene Straßen und Parks an den Start gehen. Mitmachen kann auch, wer nicht an der Freien Universität beschäftigt ist oder studiert. Über die abwechslungsreiche Streckenführung gibt es Routen für verschiedene Altersklassen und Lauftempos: für Kinder bis zehn Jahre (Jahrgang 2006 und jünger) geht es über 1100 Meter, auf einer fünf Kilometer langen Strecke starten laufend oder walkend Erwachsene und Jugendliche (Jahrgang 2007 und älter), und wer vor 2003 geboren ist, kann über zehn Kilometer ins Ziel rennen. Anmeldungen sind bis zum 2. Juli 2017 möglich unter www.hochschulsport.fu-berlin.de

Sommerferiencamps für Kinder an der Freien Universität Berlin
Jonglieren, Selbstverteidigung, Klettern, Parcours, Theaterspiel, Tennis oder Exkursionen und chemische Experimente erwarten Kinder in den Sommerferiencamps des Hochschulsports und des Dual Career and Family Service der Freien Universität. Die erstmals angebotene Ferienbetreuung ist für Kinder von acht bis zwölf Jahren konzipiert. Es werden zwei je einwöchige Camps angeboten, in denen die Kinder täglich von 8 bis 16 Uhr unterhalten und verpflegt werden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Kinder von Studierenden 180 Euro, für die Kinder von Beschäftigten der Freien Universität 200 Euro und für die Kinder von Externen 220 Euro. Die Anmeldung ist bis zum 3.  Juli hier möglich.

Videowettbewerb "Nachhaltigkeit an der Freien Universität"
Nachhaltigkeit an der Freien Universität ist das Thema eines Videowettbewerbs, an dem Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mit der Universität Verbundene teilnehmen können. Nachhaltigkeit steckt in Thermoskannen und Fahrradspeichen, sie summt in den Bienenstöcken der unieigenen Imkerei und köchelt in den Mensa-Küchen mit ihren regionalen Produkten. Man findet sie auch in den Fachbüchern und Reagenzgläsern und in den Köpfen der Menschen, die an der Uni forschen, studieren und arbeiten. Die selbstgedrehten Filme können bis zum 1. September eingereicht werden und sollen eine Länge von 60 Sekunden bis drei Minuten haben. Sie werden von einer Fachjury bewertet. Die besten drei Filme werden mit 1000, 750 und 500 Euro prämiiert: www.fu- berlin.de/videowettbewerb

Diskussion über internationales Recht in Zeiten des Populismus
Die Rechtswissenschaftlerin Heike Krieger von der Freien Universität und der Rechts- und Politikwissenschaftler David Bosco von der US-amerikanischen Indiana University diskutieren am Dienstag, den 4. Juli, 18.30 bis 20 Uhr unter dem Titel „Internationales Recht in Zeiten des Populismus“. Die Diskussion findet im Rahmen der Joint Speaker Series statt, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Freien Universität und der Indiana University. Die Veranstaltung in englischer Sprache ist öffentlich, der Eintritt frei. Ort: Indiana University Europe Gateway, Gneisenaustraße 27, 10961 Berlin. Anmeldung unter: iueurope@iu.edu

Antike Skulpturen im architektonischen Kontext
Eine Ausstellung in der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität zeigt noch bis zum 2. Juli Skulpturen im architektonischen Kontext. Mithilfe von Abgüssen antiker Plastiken und 3D-Visualisierungen der antiken Stadt Pergamon wird an fünf Fallbeispielen gezeigt, wie Skulpturen in der Antike in ihre architektonischen Kontexte eingebunden wurden. Der Besuch ist kostenfrei.

DDR-Grenze: Opfer aus Ost und West
Dem DDR-Grenzregime an der innerdeutschen Grenze fielen einer Studie der Freien Universität Berlin zufolge 327 Männer, Frauen und Kinder aus Ost und West zum Opfer. Die Getöteten waren zwischen sechs Monaten und 81 Jahren alt, wie ein Team des Forschungsverbunds SED-Staat der Hochschule nach fast fünfjährigen Recherchen herausfand. Projektleiter Professor Klaus Schroeder und Jochen Staadt stellten die Ergebnisse gemeinsam mit der Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters und Vertretern der drei beteiligten Bundesländer in der Gedenkstätte Berliner Mauer vor. Die Forschungsarbeiten zu einem biografischen Handbuch wurden aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesländer Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten insgesamt 1492 Verdachtsfälle überprüft, zu denen es in unterschiedlichen Archiven und durch die Angaben von Zeitzeugen Hinweise auf Todesumstände im Kontext des DDR- Grenzregimes gab. Das Handbuch „Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze“ umfasst auf 684 Seiten Angaben zum Leben und zu den Todesumständen der Männer, Frauen und Kinder, denen das DDR- Grenzregime zwischen Lübecker Bucht und der damaligen Tschechoslowakei zum Verhängnis wurde. Damit ist nach Auffassung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Aufarbeitung der Todesfälle an der innerdeutschen Grenze abgeschlossen. Zu Todesfällen von DDR-Bürgern bei Fluchtversuchen über die Ostsee und über die Grenzen anderer Ostblockstaaten seien allerdings weitere Recherchen nötig, betonte Professor Klaus Schroeder.

Lehrpreis zum Thema Vielfalt
Der zentrale Lehrpreis der Freien Universität wird in diesem Jahr zum Thema „Vielfalt“ ausgeschrieben. Noch bis zum 27. Juli können sich Studierende und Lehrende aus allen Fachbereichen mit einem für das Sommersemester 2018 geplanten Projekt bewerben. Die vorgeschlagenen Seminare, Übungen oder Vorlesungen sollen sich dem Thema Diversität aus der Perspektive verschiedener Fächer widmen und zur Förderung von Vielfalt in Forschung und Lehre beitragen. In dem Projekt thematisiert werden soll außerdem die Vermittlung von Lehrstoff an eine heterogene Studierendenschaft.

Der Lehrpreis wird jährlich mit einem unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkt ausgeschrieben. Ziel der Auszeichnung ist es, Spitzenforschung noch stärker in der universitären Lehre zu verankern. Der Preis, der mit 10 000 Euro dotiert ist, wird im Rahmen des Zukunftskonzepts der Freien Universität in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder vergeben. Im vergangenen Jahr war ein interdisziplinäres Lehrprojekt zur Vermittlung der Idee von „Open Science“ ausgezeichnet worden. Die beiden Neurowissenschaftler Ulf Tölch und Dirk Ostwald hatten ein Seminar konzipiert, in dem es um die Chancen der Digitalisierung für eine transparente Wissenschaftspraxis geht. Das Seminar findet im laufenden Sommersemester statt.

Universität Zürich wird enger Partner
Die Universität Zürich und die Freie Universität Berlin haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Damit vertiefen sie ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre – etwa durch Summer Schools und Studiengänge mit Doppelabschluss–, und ermöglichen den Austausch von Studierenden, Forscherinnen und Forschern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung. Neue und bestehende Kooperationen zwischen beiden Universitäten sollen gefördert und ausgebaut werden. Dafür werden Förderprogramme eingerichtet, die gemeinsam koordiniert werden. Weitere strategische Partnerschaften unterhält die Freie Universität mit der Hebrew University of Jerusalem, der Peking University, der St Petersburg State University, der University of British Columbia und der University of California, Berkeley.

Forschung: Nanogele gegen Tumore
Ein an der Freien Universität Berlin betriebenes Projekt zur Erforschung des Einsatzes sogenannter Thermo-Nanogele gegen Hautkrankheiten und Tumore wird für weitere zwei Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Nachwuchsgruppe um Professor Marcelo Calderón vom Institut für Chemie und Biochemie erhält bis 2019 insgesamt 3,16 Millionen Euro aus der Förderlinie „NanoMatFutur“, in der neue Nano- und Werkstofftechnologien entwickelt werden. In den ersten vier Jahren der Förderung untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Herstellung von Nanogelen in unterschiedlicher Zusammensetzung und etablierten die Synthesemethoden. Sie identifizierten Substanzen, die sich für eine Weiterentwicklung eignen. Die Gruppe veröffentlichte Studien über Erfolge in der Anwendung für die Krebstherapie.

"AutoMinis" fahren jetzt auch in Spanien
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben im Rahmen des Mexiko-Deutschland-Jahres weitere autonome Modellfahrzeuge für mexikanische Universitäten entwickelt. Damit wurden bereits insgesamt 22 Exemplare über das Goethe-Institut in Mexiko und das Instituto Politecnico Nacional (IPN) verteilt. Das in Mexiko begonnene Projekt wird nun auf Spanien ausgeweitet. Der Bau der Fahrzeuge wurde durch die Finanzierung der Deutschen Botschaft in Mexiko sowie von Firmen wie Bosch, Daimler, Audi und Volkswagen ermöglicht. Das Projekt „AutoMini“ ist im Kern eine innovative Ausbildungsmaßnahme. Im Rahmen des Projekts werden Modellfahrzeuge im Maßstab eins zu zehn für den Einsatz in der Lehre, an Universitäten und Fachhochschulen entwickelt. Die Modellfahrzeuge können autonom fahren: Sie verfügen über Computer und vielfältige Sensoren. Die Roboter sind frei programmierbar und erlauben es Studierenden, mit niedrigen Kosten in die „Technologie der Zukunft“ einzusteigen. Die ersten zwölf Fahrzeuge wurden im August 2016 an zwölf Robotik-Gruppen in Mexiko verteilt.

Berliner MINT-Verbund ausgezeichnet
Der Berliner MINT-Verbund Deutschlandstipendien ist einer der drei Preisträger im Wettbewerb des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft „Engagement gewinnen, Vernetzung gestalten“ zur Auszeichnung von Initiativen im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Die Preise wurden von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auf der Jahresveranstaltung zum Deutschlandstipendium in München verliehen. Der Berliner Verbund habe eines der kreativsten Konzepte präsentiert, um private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen für die Vergabe von Deutschlandstipendien zu gewinnen und sie untereinander zu vernetzen, erklärte die Jury. Im Verbund machen sich sechs Berliner Hochschulen gemeinsam stark: die Freie Universität, die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Wirtschaft und Recht, die Humboldt-Universität, die Technische Universität sowie die Beuth Hochschule für Technik. MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Gelegenheit macht Seitensprünge
Unter dem Nachwuchs von Nachtigallen wird einer Studie zufolge etwa jedes fünfte Küken fremdgezeugt, es stammt also von einem anderen als dem sozialen Vater, der sich an der Jungenaufzucht beteiligt. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung von Conny Landgraf von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erstmals nachwiesen, korrelierte die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehrere Fremdküken im Nest zu haben, stark mit der Anzahl direkter Nachbarn. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise darauf, dass der Gesang eines Männchens ausschlaggebend sein kann für Verpaarungen außerhalb der Partnerschaft: In den meisten Fällen war das Gesangsrepertoire des außerpartnerschaftlichen Vaters größer als das des sozialen Vaters.

Die Ergebnisse der Studie sind Teil eines Langzeitprojekts zu Gesangsverhalten und Brutbiologie der Nachtigall und wurden im Fachjournal „Current Zoology“ veröffentlicht. In der von Conny Landgraf, Michael Weiß und Professorin Silke Kipper veröffentlichten Studie wurde untersucht, inwiefern Eigenschaften eines Männchens oder andere Umstände die Wahrscheinlichkeit für eine Verpaarung außerhalb der Partnerschaft beeinflussen, etwa das Alter, der Tag der Verpaarung, das Gesangsrepertoire und die Anzahl benachbarter Männchen.

Wundermaterial Graphen
Graphen gilt als eines der vielversprechendsten neuen Materialien. Das systematische Einbringen chemisch gebundener Atome und Moleküle in die Kohlenstoff-Variante zur Kontrolle seiner Eigenschaften ist jedoch nach wie vor eine große Herausforderung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Wien, der Freien Universität Berlin sowie der Universität Yachay Tech in Ecuador ist es nun erstmals gelungen, den spektralen Fingerabdruck solcher Verbindungen experimentell und theoretisch präzise zu verifizieren.

Über Lichtstreuung haben sie Schwingungsspektren als spezifischen Fingerabdruck von stufenweise chemisch modifiziertem Graphen identifiziert. Diese so gewonnene und theoretisch bestätigte spektrale Signatur ermöglicht es künftig, sowohl die Art als auch die Anzahl der Funktionszentren schnell und präzise zu bestimmen. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht. Von der Freien Universität war Professorin Stephanie Reich beteiligt.

Quantenmechanik auf dem Prüfstand
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität haben gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Österreich und Australien eine neue Methode zur Prüfung quantenmechanischer Prozesse entwickelt und experimentell erprobt. Zu diesem Zweck übertrugen sie Methoden aus dem sogenannten Compressed Sensing auf die Quantenmechanik. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit der Universität Innsbruck in Österreich, der Universität zu Köln und der Universität Sydney in Australien erzielt. Die Quantenmechanik eignet sich nicht nur zur Beschreibung der Natur auf kleinen Skalen, sondern auch für technologische Anwendungen. So sind, basierend auf den besonderen Gesetzen der Quantenmechanik, abhörsichere Kommunikation, neue schnelle Superrechner und Simulationsmethoden möglich. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachjournal „Nature Communications“ publiziert.

App-Store für das Internet der Dinge

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein Informatikprojekt der Freien Universität Berlin und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zur Einrichtung eines App-Store für das sogenannte Internet der Dinge mit rund 1,8 Millionen Euro. Der Begriff Internet der Dinge bezeichnet die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen. Für dieses werden offene Lösungen benötigt, die den einfachen Austausch von Programmen erlauben. Daran mangelt es bisher, insbesondere für Kleinstcomputer. An der Freien Universität kommt die Förderung der Arbeitsgruppe um die Informatik-Professoren Jochen Schiller und Matthias Wählisch zugute.

Tücken von Big Data
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität sind an einem neuen, von der Europäischen Union geförderten Projekt beteiligt, das die Verzerrungen von Big Data-Ansätzen in der Informationsverarbeitung erforscht. In dem Projekt des auch an der Freien Universität angesiedelten Projektes „Knowledge Complexity“ untersuchen Forscherinnen und Forscher, wie der Fokus auf „Big Data“ wichtige Fragen über die Informationsumgebung vernachlässigt und damit zu einseitigen Ergebnissen und falschen Schlussfolgerungen führt. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchung zur Behebung des Problems beitragen.

Ausstellung zeigt Testamente berühmter Italiener
Die Testamente 27 berühmter Persönlichkeiten des italienischen öffentlichen Lebens sind noch bis Ende Juni – auch am Wochenende – kostenfrei in einer Ausstellung in der rechtswissenschaftlichen Bibliothek zu sehen. Das Spektrum der in der Van’t-Hoff-Straße 8 gezeigten Dokumente, die kommentiert und in deutscher Übersetzung präsentiert werden, reicht von historisch prominenten Persönlichkeiten wie Giuseppe Garibaldi über Schriftsteller wie Luigi Pirandello und den Opernsänger Enrico Caruso bis zum Gründer des Unternehmens Fiat, Giovanni Agnelli senior.

Die Texte geben ungewöhnliche Einblicke nicht nur in die familiäre Situation des Verfassers oder der Verfasserin eines Testaments, sondern auch in die gesellschaftlichen Umstände der Zeit. Die Ausstellung wurde 2012 in Rom anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Einheit Italiens gezeigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Italienzentrums und des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Freien Universität haben sie in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Notariatsrat Italiens, der Italienischen Notariatsstiftung und der Botschaft der Republik Italien in Deutschland erstmals übersetzt und mit Begleittexten versehen.

Über die Schönheit mathematischer Formeln
Was ist „schöne“ Mathematik? Diese Frage ist Gegenstand der Ausstellung „Concinnitas“, die noch bis zum 29. Juni kostenfrei im Foyer der Universitätsbibliothek der Freien Universität in der Garystraße zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt zehn Aquatinta-Radierungen des Künstlers Bob Feldman. Dieser hat bedeutende zeitgenössische Mathematiker und Physiker nach den schönsten mathematischen Formeln gefragt, um sie dann in Radierungen umzusetzen. Ergänzend werden Bücher zum Thema „Mathematik und Ästhetik“ aus den Beständen der Bibliotheken der Freien Universität gezeigt, darunter etwa aus dem Kunsthistorischen Institut eine Ausgabe von „De re aedificatoria“ von 1574 des italienischen Humanisten, Schriftstellers und Mathematikers Leon Battista Alberti.

Tagung beschäftigt sich mit der Macht von Emotionen in den Medien
„Affekte – Medien – Macht“ ist der Titel einer Fachtagung des Sonderforschungsbereichs „Affective Societies“ der Freien Universität und der Fachgruppe Mediensoziologie der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, die vom 29. Juni bis zum 1. Juli an der Freien Universität Berlin stattfindet. Mehr als 30 Referentinnen und Referenten werden ein breites Spektrum sowohl theoretischer als auch empirischer Arbeiten affektorientierter Kommunikationsforschung vorstellen. Die Teilnahme gebühr beträgt 50 Euro, für Beschäftigte auf halben Stellen und Studierende anderer Universitäten 25 Euro. Studierende der Freien Universität zahlen 10 Euro.

MINT-Sommeruni für Schülerinnen und Schüler
Zum Ende der Sommerferien lädt die Freie Universität Berlin auch in diesem Jahr interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 10 zu einer Sommeruniversität in den MINT-Fächern ein; die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Vom 21. August bis 1. September finden im Rahmen der 14. Sommeruni vormittags mehrtägige Experimentier-Kurse und nachmittags Vorlesungen zu Themen aus Wissenschaft und Forschung statt. Belegt werden können Kurse in Physik, Biologie und Chemie sowie Mathematik und Informatik. Die Teilnahme an den Kursen kostet zehn Euro pro Tag. Die Vorlesungen sind öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist möglich unter: www.fu-berlin.de/sites/sommeruni

Preis für Veröffentlichung von Juristen über Nichtjuristisches
Der Jürgen-Prölss-Preis ist zum zweiten Mal an der Freien Universität Berlin ausgeschrieben worden. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Abhandlung einer Juristin oder eines Juristen in deutscher Sprache über ein nichtjuristisches Thema. In Betracht kommen Themen europäischer oder außereuropäischer Kulturen, insbesondere der Philosophie, der Religions-, der Literatur- und der Geschichtswissenschaft. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. Juni.

Technologie- und Gründungszentrum Fubic erreicht neues Etappenziel
Das in Berlin-Dahlem geplante Zentrum Fubic (Business and Innovation Center next to Freie Universität Campus) hat mit Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages zwischen dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf und der Wista-Management GmbH ein wichtiges Etappenziel erreicht. Das Fubic ist Kern eines rund 50 000 Quadratmeter umfassenden Innovationsparks, der auf dem Gelände des ehemaligen US- Militärkrankenhauses in unmittelbarer Nähe zum Campus der Freien Universität an der Fabeckstraße in Berlin-Dahlem entstehen wird. Auf- und Ausbau sowie Betrieb sind der Wista-Management GmbH übertragen worden, die auch den Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof aufgebaut hat und betreibt. Das Fubic soll Platz für 60 bis 80 Unternehmen mit rund 1000 Beschäftigten bieten.

Kammerchor des Collegium Musicum gewinnt Silbermedaillen
Der Kammerchor des Collegium Musicum der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin hat beim diesjährigen Wettbewerb Grand Prix of Nations zwei Silbermedaillen in den Kategorien „zeitgenössische Chormusik“ und „Folklore“ gewonnen. Außerdem wurde der Chor in zwei Sonderkategorien mit Goldmedaillen ausgezeichnet: für die Interpretation des Stückes „Iuppiter“ des Komponisten Michael Ostrzyga und für die besondere Leistung von Dirigentin Donka Miteva.

Gastfamilien für Studierende aus den USA gesucht
Studierende aus den USA kommen vom 30. August bis 18. Dezember nach Berlin, um an einem Austauschprogramm der Freien Universität teilzunehmen, dem European Studies Program FU-BEST. Sie wollen ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern und Einblicke in das Leben in Deutschland gewinnen. Die Gastfamilien – auch kinderlose Paare und Singles – sollten im Süden Berlins oder zentral mit guter Verkehrsanbindung zum Campus Lankwitz wohnen. Die Studierenden sollten Frühstück und Abendessen bekommen. Es gibt eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro pro Monat. Mehr Infos und Kontakt hier.

Freie Universität Berlin unter den sechs besten deutschen Unis
Im alljährlich veröffentlichten renommierten QS World University Ranking wird die Freie Universität weiterhin zu den sechs besten Universitäten in Deutschland gezählt. Auch im weltweiten Vergleich behauptete sie mit Platz 125 weltweit (2016/2017: Platz 123) ihre starke Stellung. In der neuen QS-Rangliste verbesserte sich die Hochschule im Vergleich zum Vorjahr erneut beim Ruf ihrer Absolventinnen und Absolventen unter Arbeitgebern sowie bei ihrem bereits sehr hohen wissenschaftlichen Renommee.

Startschuss für internationale Sommer- und Winteruniversität
Die internationale Sommer- und Winteruniversität der Freien Universität hat am Pfingstsonntag mit 146 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 20 Ländern begonnen. Die Studierenden belegen während des sechswöchigen Programms Deutsch und Fachkurse. Die meisten Studierenden stammen aus den USA, der Republik China (Taiwan) und der Volksrepublik China. Das Programm läuft bis zum 15. Juli. Die Sommeruniversität wurde 1998 initiiert und im Jahr 2007 um eine Winteruniversität ergänzt. Im Jahr 2010 hat FUBiS das Quality Improvement Program (QUIP) des Forum on Education Abroad erfolgreich absolviert. Im Jahr 2016 begrüßte FUBiS 652 Studierende an der Freien Universität.

Walter Rasch verlässt Vorstand der Ernst-Reuter-Gesellschaft
Walter Rasch, ehemaliger Senator für Schulwesen in Berlin, hat sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freien Universität e. V. (ERG) nach 15 Jahren an seinen Nachfolger übergeben. In seiner Amtszeit wuchs die Zahl der Mitglieder von 956 auf mehr als 6700. Die Fördersummen, die die ERG jährlich vergibt, stiegen von 25 000 Euro auf insgesamt etwa 250 000 Euro; das Geld wird unter anderem für die Ernst-Reuter-Preise für herausragende Dissertationen an der Freien Universität sowie zur Unterstützung verschiedener Aktivitäten der Universität verwendet. Raschs Nachfolge tritt Peter Lange an, langjähriger Kanzler der Freien Universität Berlin.

Esther Kinsky wird Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung
Die Übersetzerin und Autorin Esther Kinsky wird im Wintersemester 2017/2018 August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin der Übersetzung. Die vom Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität 2007 ins Leben gerufene Gastprofessur ist die erste Professur für Poetik der Übersetzung im deutschsprachigen Raum und wird jährlich im Wintersemester am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet.

Neuer Bachelor-Studiengang zu Sprache und Gesellschaft
Wie bestimmt Sprache unser gesellschaftliches Zusammenleben, und wie beeinflusst der zwischenmenschliche Umgang unsere Sprache? Mit diesen Wechselwirkungen befassen sich künftig Studierende in dem neuen Bachelor-Studiengang Sprache & Gesellschaft, der erstmals im Wintersemester 2017/2018 an der Freien Universität angeboten wird. Zulassungsvoraussetzung sind die Allgemeine Hochschulreife oder eine sonstige gesetzlich vorgesehene Studienberechtigung und Englischkenntnisse auf Niveau B2. Bewerbungsfrist ist der 15. Juli.

Neuer Master Medieninformatik
Die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin starten zum Wintersemester 2017/2018 den neuen Masterstudiengang Medieninformatik. Aufbauend auf den vor drei Jahren von Technischer Universität und Freier Universität eingeführten Bachelorstudiengang Medieninformatik erwerben die künftigen Masterstudierenden in vier Semestern Rüstzeug für eine berufliche Tätigkeit im Spannungsfeld von Softwareentwicklung, digitaler Medientechnik, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Medienforschung sowie Medienrecht und -wirtschaft.

Freie Plätze im Frühstudium ProInformatik im Sommer
Informatik studieren schon vor Studienbeginn ist von Juli bis Anfang Oktober an der Freien Universität möglich. Im Rahmen des Frühstudiums ProInformatik können bis zu zwei Module des Bachelorstudiengangs Informatik vorab absolviert werden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Abiturientinnen und Abiturienten, die den Zeitraum zwischen Abitur und Beginn des Wintersemesters für ihr Studium nutzen wollen. Belegt werden kann es auch von Unentschlossenen, die ein Informatikstudium erst einmal ausprobieren möchten, sowie von Schülerinnen und Schülern, die die Sommerferien nutzen und die Universität kennenlernen wollen. Die Anmeldung ist bis zwei Wochen vor Kursbeginn möglich; der erste Kurs beginnt am 24. Juli. Pro Kurs wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 55 Euro erhoben.


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