Workshop der Paralympics Zeitung : Ein Team, das Geschichte(n) schreiben will

Sich mit Team, Land und Sportlern vertraut machen - und die Kultur kulinarisch erfahren. Ein persönlicher Workshopbericht aus Rio de Janeiro.

Julian Hilgers
Tagesspiegel-Journalist Frank Bachner (l) im Gespräch mit Reportern der Paralympics Zeitung beim Workshop in Rio de Janeiro.
Tagesspiegel-Journalist Frank Bachner (l) im Gespräch mit Reportern der Paralympics Zeitung beim Workshop in Rio de Janeiro.Foto: Thilo Rückeis

Es war beinahe unmöglich, das köstliche Fleisch beim Barbecue im Hostel am ersten Abend zu genießen. Nach zwölf Stunden Flug und Zeitverschiebung konnten wir die Augen nur noch schwer offen halten. Am nächsten Morgen konnten wir Rio dann schon eher genießen: Frühstück und ab an den Strand. Trotz des Dauerregens. Inhaltlich steht der erste Tag besonders im Zeichen des Teambuilding: Gegenseitige Interviews und Gruppenfotos. Unsere brasilianischen Kollegen lernen wir schnell kennen. Richtig so, schließlich sind wir ein Team. Und das will sich verkaufen: Das Team-Shirt immer mit einem Lächeln tragen; überall lauern die Kameras des Social Media Teams (#GeschichteSchreiben).

Es wird klar, warum wir extra für vier Tage nach Rio geflogen sind. Sich mit dem Team, dem Land und den Sportlern vertraut zu machen, ist sehr wichtig. Die Kultur erfährt man hier am besten kulinarisch. Denn Essen können die Brasilianer – besonders Fleisch. Und für einige gibt es zudem eine kleine Sambastunde im idyllischen Ausgehviertel im Zentrum von Rio. Nun sind wir aber schließlich nicht zum Essen, Schwimmen oder Tanzen in Brasilien, sondern um zu lernen. Dank den Sicherheitshinweisen von Claus Ruegner und der Journalistischen Expertise von Frank Bachner sind wir nun gut aufgestellt. Und können dann die ersten Schritte als Reporter der Paralympics Zeitung wagen: Bei Probewettkämpfen im Estádio Nilton Santos schnuppern wir ein wenig Wettkampfatmosphäre und machen uns auf die Suche nach spannenden Geschichten der Athleten. Zwar ist das Stadion nicht sonderlich gut gefüllt, doch eine Gruppe brasilianischer Musiker sorgt für die nötige Stimmung.

Die Tage sind sehr intensiv und bereits auf dem Rückweg im Shuttlebus fallen gelegentlich die Augen zu. An Schlaf ist trotzdem nicht zu denken. Schließlich müssen die Texte am nächsten Morgen fertig sein. Um 6 Uhr startet ein Fußballspiel am Strand. Paralympics Zeitung gegen Jornal Paralympico.

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