Für alle Fälle : Notdienste in Berlin

In Berlin gibt es mehr als 70 Krankenhäuser, von der großen Universitätsklinik über maximalversorgende Krankenhäuser und Kiezkliniken bis hin zum kleinen Spezialkrankenhaus für Privatpatienten und Selbstzahler.

Rotes Kreuz Emblem
Rotes Kreuz EmblemFoto: dpa/ Armin Weigel

In der Regel kommt für eine »normale« Behandlung, etwa wenn es um Gallensteine, Hüftprothesen oder Kreislauferkrankungen geht, eines der zahlreichen Kiezkrankenhäuser Berlins in Betracht. In jedem Stadtbezirk gibt es diese mittelgroßen Häuser, die alle wichtigen Abteilungen und oft auch eine 24-Stunden-Rettungsstelle bereithalten. Allein der kommunale Klinikkonzern Vivantes betreibt in der Stadt neun Krankenhäuser. Rund jeder dritte Berliner Klinikpatient wird in einem Vivantes-Haus behandelt. Aber auch Wohlfahrtsverbände wie die DRK-Schwesternschaft, die Caritas oder die Diakonie haben in der Hauptstadt eigene Kliniken, ebenso wie die privaten Krankenhauskonzerne Helios oder Sana.

Universitätsklinik - wenn es komplizierter wird

Für die komplizierten Eingriffe, für die Arzt-ausbildung und für die Forschung gibt es in Berlin eine der größten Universitätskliniken Europas: die Charité. Das landeseigene Unternehmen ist auf drei Hauptstandorte - oder wie die Charité selbst gerne sagt: Campi - verteilt: das Benjamin-Franklin-Klinikum in Steglitz, den traditionellen Standort in Mitte und das Rudolf-Virchow-Klinikum im Wedding.

Geburtskliniken - wenn alles klappen muss

Die Berlinerinnen bringen gern Kinder zur Welt. Die Geburtenrate in der Stadt gehört zu den höchsten in Deutschland. Die größten Geburtskliniken sind das Vivantes-Klinikum Neukölln, das Sana-Klinikum in Lichtenberg (die größte Geburtsklinik im Osten der Stadt) und das Charité-Virchow-Klinikum. Hier finden Sie auch die größte Frühchenstation der Stadt. Eine der beliebtesten und bei den Tagesspiegel-Ärzteumfragen am häufigsten empfohlenen Geburtskliniken ist das St. Joseph-Krankenhaus in Tempelhof.

Krankenhäuser für die Alternative Heilkunst

In der Krankenhauslandschaft Berlins finden sich auch alternative Angebote. So verfügt das Immanuel-Krankenhaus Berlin-Wannsee über eine große Abteilung für Naturheilkunde. Und das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ist an den Ideen der anthroposophischen Medizin ausgerichtet.

Spezialisten für die besonderen Fälle

Und geht es schließlich um besondere Heilverfahren und Kompetenzen, so hat Berlin auch hier viel zu bieten. Das Unfallkrankenhaus Berlin (im Bezirk Marzahn-Hellersdorf), das, wie der Name schon sagt, besonders auf die Versorgung von Unfallopfern spezialisiert ist, hat zum Beispiel ein großes Brandverletztenzentrum und eine Abteilung für querschnittgelähmte Patienten. Auch die Namen des Deutschen Herzzentrums Berlin im Wedding und der Evangelischen Lungenklinik in Berlin-Buch sprechen für sich.

Ingo Bach ist verantwortlicher Redakteur für Gesundheitsprojekte und Redaktionsleiter des Magazins Tagesspiegel »Gesund«.

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