Verbraucher : an Klaus Martini Leiter der globalen Anlagestrategie für Privatkunden der Deutschen Bank

Alternative auf dem Vormarsch

an Klaus Martini

So genannte Alternative Investments, also vor allem Hedge-Fonds und Private Equity, sind zurzeit in aller Munde. Welche Vorteile hat diese Anlageklasse für mich als Privatanleger?

Angesichts der zunehmenden Unsicherheit an den Märkten, die sich in dem Anstieg der Kursschwankungen spiegelt, werden Alternative Investments – vor allem Hedge-Fonds und Private Equity – immer wichtiger. Alternative Investments zeichnen sich durch attraktive Renditen und günstige Diversifikationseigenschaften bei angemessenem Risiko aus.

Das wird deutlich bei einem Blick auf die bisher erzielten Renditen: Hedge- Fonds haben in den vergangenen 15 Jahren in Quartalen mit steigenden Aktienkursen eine durchschnittliche Rendite nahe der Aktienrendite erzielt, in Quartalen mit fallenden Aktienkursen hingegen Verluste weitgehend vermieden. Das haben auch viele Anleger – vor allem Stiftungen und Institutionen – erkannt, weshalb die Mittelzuflüsse seit Jahren steigen.

Ähnlich begehrt sind auch Investitionen in Private Equity, also Fondsgesellschaften, die sich an Unternehmen beteiligen und durch den späteren Verkauf dieser Beteiligungen ihr Geld verdienen. Im langfristigen Vergleich schneiden Private-Equity-Anlagen sowohl in den USA als auch in Europa besser als Aktien ab.

Wie erfolgreich Anleger mit Alternativen Investments sein können, macht ein Blick auf die Renditen der Stiftungsfonds großer US-Universitäten deutlich, die schon lange auf diese Assetklasse als Ergänzung zu Aktien und Anleihen setzen: Für die vergangenen zehn Jahre weisen beispielsweise die renommierten Universitäten Harvard und Yale eine Jahresperformance von 17,4 beziehungsweise 16,1 Prozent aus. Das ist deutlich mehr, als mit Aktien oder Staatsanleihen aus den USA zu erzielen war.

Der Anteil von Alternativen Investments am Gesamtportfolio von Privatanlegern sollte, je nach Anlageziel und Risikobereitschaft, etwa 10 bis 15 Prozent betragen, in Einzelfällen auch mehr. Für Hedge-Fonds und Private Equity gilt gleichermaßen, dass Anleger ihr Geld nur Managern mit hoher Kompetenz und nachweislich hervorragender Leistungsbilanz anvertrauen sollten.

– Haben Sie auch eine Frage?

Dann schreiben Sie uns:

E-Mail:

Redaktion.Geld@tagesspiegel.de

Postanschrift: Verlag Der Tagesspiegel,

Redaktion Geld, 10876 Berlin

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben