Enten und Gänse : 23 Wochen – dann ist Schluss

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WOHER SIE KOMMEN

900 Gramm Entenfleisch hat im vergangenen Jahr jeder Deutsche im Schnitt verzehrt. Bei Enten liegt der Selbstversorgungsgrad mit in Deutschland gemästeten Tieren nach Daten der MEG-Marktbilanz bei fast 88 Prozent. Die meisten Enten leben in Brandenburg und Niedersachsen. Bei den Gänsen ist das anders. Hier können deutsche Tiere den Bedarf nur zu 13 Prozent decken, den Löwenanteil machen Importe aus Polen und Ungarn aus. Der durchschnittliche Verzehr von Gänsefleisch liegt bei 400 Gramm pro Kopf der Bevölkerung. Nach Angaben der Geflügelbranche ist der Preis in diesem Jahr stabil geblieben.

WIE LANGE SIE LEBEN

Gänse werden im Alter zwischen 16 und 23 Wochen geschlachtet, Enten werden 45 Tage (Peking-Ente) bis 77 Tage (Barbarie-Erpel) alt. Masthähnchen sterben deutlich früher: Sie gelten als schlachtreif, wenn sie zwischen 30 und 38 Tagen alt sind.

WAS SIE BEKOMMEN

„Nur wenige Antibiotika sind für den Einsatz bei Gänsen und Enten zugelassen“, sagt Ariane Girndt vom Bundesagrarministerium. Bei Masthähnchen sind dagegen mehr Mittel erlaubt. Allerdings werden diese von den Tieren auch schneller abgebaut. Je nach Präparat sind es ein bis sieben Tage. Bei Gänsen und Enten ist die Wartezeit länger. Bislang sind aber bei keinem Geflügel nach der Schlachtung Antibiotika im Fleisch gefunden worden. hej

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