Kaufen oder Nicht : Digitale Landpartie

Claus-Dieter Steyer testet ein Fahrrad-Navigationsgerät.

Claus-Dieter Steyer

Neuerdings fällt der Blick von Freizeitradlern, die auf größeren Radtouren unterwegs sind, nicht mehr auf die Straßenkarte an der Lenkertasche, sondern auf ein Navigationsgerät. Unser Testgerät „eTrex Legend Cx“ von der Firma Garmin (ab 320 Euro) spielt in der Masse der Fahrrad-Navis buchstäblich eine leuchtende Rolle. Während die Benutzer anderer Systeme meist erst einen schattigen Platz suchen müssen, lässt sich das Garmin-Display selbst im direkten Sonnenlicht ausgezeichnet erkennen. Wir wussten also genau, wo wir waren. Allerdings hatten wir Glück, dass sich der exakt fixierte Rastplatz in der Nähe einer Straße befand.

Nur bei der anschließenden Planung der weiteren Etappen konnte der in den USA entwickelte Garmin-Apparat keine großen Dienste leisten. Das Display zeigte zwar Straßen in den Rocky Mountains oder in den europäischen Nachbarländern, aber keinen Radfernweg zwischen Berlin und Kopenhagen. Dafür sind zusätzliche Datensätze notwendig. Das Brandenburger Netz kostet bei www.radeln-in-brandenburg.de/shop 39,90 Euro. Einmal installiert, ist die Bedienung spielend leicht. Als vorteilhaft erweist sich beim „eTrax“ der handliche Joystick, der sich auch bei flotter Fahrt schnell finden und bewegen lässt. Bei der Planung des nächsten Tagesabschnittes ist die Elektronik hilfreich, macht sie doch auf Sehenswürdigkeiten und Info-Punkte abseits der Hauptwege aufmerksam.

An das eigene Fahrrad kommt das Navigationsgerät wohl nur in Kombination mit der herkömmlichen Landkarte. Der unkomplizierte Blick auf die Tasche mit der Klarsichtfolie lässt sich einfach so schnell nicht ablenken.

Das Testurteil: 5 Punkte (von 10 möglichen).

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