Kaufen oder nicht : Süße Kugeln

Süß, lecker - und so einfach. Aber ist auch drin, was auf der Packung steht? Jan und Marit Brönstrup testen Geschmacksstrohhalme.

Jan Brönstrup,Marit Brönstrup
Foto: promo

Unser Papa ist einer von diesen Spaßbremsern. Süßigkeiten gibt er uns höchstens jeden zweiten Tag, und Nutella nur am Wochenende. Das ist ziemlich gemein, denn die anderen Kinder in unserer Kita dürfen so viel Süßes, wie sie wollen. Außerdem nascht Papa selbst heimlich Schokolade, wenn wir schon im Bett sind – das haben wir neulich gesehen, als wir uns nach unten geschlichen haben. Da hat er wohl ein schlechtes Gewissen bekommen, denn am nächsten Tag ist er mit diesen Trinkhalmen der Marke Sipahh angekommen. Die stecken voller weißer, brauner oder rosa Kugeln, und wenn man sie in ein Glas Milch taucht und oben am Strohhalm zieht, schmeckt es nach Kakao. Oder nach Vanille- oder Erdbeere, das kann man sich vorher aussuchen. Lecker – und so einfach!

Doch Papa meckert, weil der Hersteller auf seiner Internetseite eine Kuh rülpsen lässt. Und er findet, dass in dem Strohhalm „Chemiepampe“ stecke, die einen halben Löffel Zucker enthält. Typisch. Dabei steht auf der Packung, dass keine künstlichen Farb- und Aromastoffe hineingeplumpst sind. Und dass ein Glas Milch samt Strohhalmkugeln nur 129 Kalorien hat – ein bisschen mehr als ein Glas Apfelsaft. Papa sagt, er kauft uns die Dinger erst, wenn die Vitamine aus dem Saft in den Strohhalm gekrabbelt sind. Macht aber nichts. Der Kakao, den er morgens anrührt, schmeckt uns sowieso besser.

DAS TESTURTEIL: Fünf von zehn möglichen Punkten

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