Verbraucher : Schnell getippt

Kurt Sagatz

DAS TESTURTEIL 0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen

E-Mails kennen keine Grenzen – weder zeitlich noch räumlich. So gut wie jedes Handy ist inzwischen in der Lage, an so gut wie jedem Ort der Welt elektronische Briefe zu empfangen. Für Handheld-PCs und Smartphones gilt das ohnehin. Doch so einfach es ist, unterwegs E-Mails abzufragen und zu lesen, umso ärgerlicher wird es, wenn der Absender eine prompte Antwort erwartet. Einen Dreizeiler auf eine SMS zu antworten, ist eine Sache. Auf dem Handy oder mit den virtuellen Tastaturen eines Organizers jedoch mehr als ein „Ok“ oder „bin in einer halben Stunde da“ zu schreiben, die andere. Selbst die ausziehbaren Minitastaturen, die inzwischen einige Handys und Organizer zieren, machen Menschen mit normal großen Fingern keinen Spaß. Muss man sich als digitaler Nomade also doch ein Ultrakompaktsubnotebook zulegen, um auch unterwegs sein Büro immer dabeizuhaben?

Glücklicherweise nicht. Als Alternative bieten sich die äußerst kompakten Falttastaturen an, die in jede Jackentasche passen. Ausgeklappt sind sie um einiges kleiner als die bekannten Schreibtischmodelle. Doch die Tasten selbst unterscheiden sich in ihrer Größe kaum vom normalen Vorbild. Erreicht wird das, indem auf das Zahlenfeld verzichtet wird. Auch die Funktions- und Sondertasten fehlen. Sie werden durch die Kombination mit einer besonderen Funktionstaste nachgebildet. Dass man sich an die im eleganten Silberlook gehaltene Stowaway-Tastatur von Anycom (Modell BFK-200, im Internet ab 97 Euro) besonders schnell gewöhnt, hat aber noch andere Gründe. Der wichtigste: Sie verfügt über die deutsche Tastaturbelegung mitsamt den Umlauten. Mit dieser Tastatur lassen sich auch längere E-Mails bequem schreiben. Besonders die Sondertasten für die gängigen Organizer-Programme sind äußerst gelungen. Allerdings ist die Tastatur etwas kippelig, wenn mit dem Zehn-Finger-System geschrieben wird. Aber daran kann man sich gewöhnen.

Besser als viele vergleichbare Falttastaturen ist das Anycom-Schreibgerät aber, weil diese Tastatur per Bluetooth-Funk mit dem Handy und dem Organizer verbunden wird. Aussetzer oder falsche Eingaben, wie sie bei Infrarotmodellen üblich waren, gibt es hier nicht. Voraussetzung ist, dass Handy, Organizer oder Smartphone ebenfalls über Bluetooth verfügen und für die mitgelieferten Treiber ausgelegt sind. Das aber gilt für die meisten Handheld-Computer mit den Betriebssystemen Pocket-PC, Smartphone 2003, Palm OS sowie für Handys mit Symbian-Unterstützung und sogar für das Computersystem Windows XP.

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