Skihelme : Köpfchen zeigen

Stabile und bequeme Produkte sind ab 100 Euro zu haben. Bei elf Modellen gibt es aber Probleme mit dem Kinnband.

Jahel Mielke
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Auf deutschen Pisten steigt das Sicherheitsbewusstsein: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen und 90 Prozent der unter 15-jährigen Skifahrer tragen hierzulande mittlerweile einen Helm. Zwar verletzten sich in der vergangenen Saison immer noch rund 49 000 Deutsche beim Skifahren. Im Vergleich zur vorherigen Saison gingen die schweren Verletzungen aber um drei Prozent zurück. Der Deutsche Skiverband führt das auch auf die Helme zurück. Doch welches Produkt schützt gut?

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation, ein Partner der Stiftung Warentest, hat 15 Ski- und Snowboardhelme für Erwachsene getestet. Hierbei wurde geprüft, wie gut die Helme Stöße dämpften, wie effektiv sie den Kopf gegen spitze Gegenstände schützten und wie sauber sie verarbeitet waren. Sechs Skifahrer probierten die Helme auf der Piste aus. Dabei achteten sie auf Passform, Tragekomfort und Rutschfestigkeit. Alle Modelle waren Halbschalenhelme, die die Ohren nicht umschließen, sondern sie mit Polstern schützen.

Testsieger war der Bollé Power V44 SB, gefolgt vom Giro G9. Beide sind mit rund 100 Euro relativ günstig zu haben. Sie schützten „gut“ beim Aufprall und überzeugten bei der Verarbeitung.

Den Aufprall meisterten fast alle Helme im Test mindestens „gut“, die beiden Modelle von Casco und R.E.D. waren aber nicht stabil genug, um spitze Gegenstände wie Skistöcke abzuhalten. Die Prüfer kritisierten auch, dass die Kinnbänder bei elf Modellen im Notfall zu spät aufgingen. Das war auch bei den „guten“ Helmen von Wintex, Uvex und Salomon so. Bei einem Sturz könnte das zu Verletzungen an Hals und Kehlkopf führen.

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