Umweltverband : Arbeitslose sollen Energieberater werden

Arbeitslosen soll eine Ausbildung zum Energieberater finanziert werden. Das fordert der Umweltverband BUND. Ziel ist die Einstellung des subventionierten Stromverbrauchs und die Förderung von Energiesparern.

Starterpakete zum Energiesparen
Starterpakete sollen einkommensschwache Haushalte zum Energiesparen animieren. -Foto: dpa

BerlinEinkommensschwache Haushalte sollten nach Ansicht des Umweltverbandes BUND aufgrund der hohen Strompreise zum Energiesparen angehalten und so finanziell entlastet werden. Nicht ihr Stromverbrauch sollte subventioniert werden, sondern Energieberatungsprojekte, erläuterte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Dienstag in Berlin. Arbeitslose sollten zu Energieberatern für solche Haushalte ausgebildet werden.

Sogenannte Sozialtarife oder die Wiedereinführung der Pendlerpauschale vom ersten Kilometer an lehnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hingegen ab. Weiger erklärte dazu: "Es gibt nur eine angemessene Antwort auf die steigenden Energiekosten: Der Energieverbrauch muss runter. Gerade einkommensschwache Haushalte, die am meisten unter den hohen Kosten leiden, müssen in die Lage versetzt werden, durch einen effizienteren Energieverbrauch Energie zu sparen. Anstatt einen Teil der Stromrechnung zu bezahlen, muss die Bundesregierung das Energiesparen entschlossen fördern."

Bundesweit vorbildlich für eine erfolgreiche Effizienzberatung sei das Projekt "Cariteam Energiesparservice" der Caritas Frankfurt am Main, teilte ein Sprecher des BUND mit. Kern des Projektes sei die Qualifizierung Arbeitsloser zu Serviceberatern für Energie- und Wasserspartechnik. Diese führten in Haushalten mit geringem Einkommen kostenlos Energieberatungen durch und informierten über Einsparmöglichkeiten. Außerdem werde den Haushalten ein "Starterpaket" mit einfachen technischen Geräten zur Effizienzsteigerung im Wert von etwa 50 Euro übergeben, dazu gehörten Energiesparlampen und Wassersparduschköpfe. (dw/dpa)



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