Verbraucher : Vitamine leicht gemacht

Flora Wisdorff

DAS TESTURTEIL: 7 PUNKTE

0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen

Ich weiß, dass Obst gesund ist, und gerne würde ich viel mehr davon essen. Aber vor allem im Winter habe ich einfach keine Lust auf Orangen oder Äpfel. Meist kaufe ich mir aus schlechtem Gewissen immer wieder welche, oft landen sie verfault im Mülleimer. Vitamintabletten sind aber auch nicht die Lösung. Sie vermitteln mir das Gefühl, ich sei krank. In flüssiger Form funktioniert die Vitaminzufuhr jedoch sehr gut. Deshalb habe ich mir vor Jahren eine Saftpresse gekauft. Für sehr wenig Geld in einem Billig-Supermarkt. Sie funktioniert zwar immer noch, aber es kostet trotz Elektroantrieb viel Kraft, den Saft aus den Zitrusfrüchten zu pressen, und das Plastikgestell bricht bald auseinander. Immer öfter lasse ich das Gerät in der Ecke stehen. Meine gesunde Ernährung bleibt dabei auf der Strecke.

Den „Omega-Juicer“ habe ich schon mehrfach voller Bewunderung beim Zappen in einem TV-Verkaufskanal gesehen. Ob Obst oder Gemüse, die amerikanischen Präsentatoren schmissen einfach Stück für Stück in den Juicer, und heraus kam der reine Saft ohne Kerne, Fruchtfleisch oder Schalen. Letzte Woche wurde mir also der Omega-Juicer geliefert. Der erste Eindruck war gut. Der Entsafter ist sehr robust aus Edelstahl und einfach zusammenzubauen. Der kleine Aufkleber in den Farben der US-Flagge, der über zehn Jahre Garantie informiert, beeindruckte mich. Ein kleines bisschen Angst hatte ich dann aber, als ich das Ding anschmiss und ich die Kraft spürte, die die rotierende Schneidescheibe entwickelte. Was, wenn jetzt alles auseinander fliegt, dachte ich, als ich das erste Apfelstück in den schmalen Spalt steckte und mein Kühlschrank anfing zu vibrieren.

Aber alles ging gut. Mit dem Ton einer Kreissäge entsaftete der Juicer den Apfel effizient. Es ist prima, die Obststücke in den Spalt zu stecken und sie nach Sekunden zu Saft gemacht zu haben. Bei Zitrusfrüchten muss man allerdings die Schale entfernen, oder man bestellt sich den Press-Zusatz. Die Reinigung des Geräts ist so schnell gemacht, dass man sich auch frühmorgens zum Entsaften entscheidet. Nur einmal kamen mir Zweifel, als der Juicer auf einmal anfing, sich um sich selbst zu drehen. Ich vermute aber, dass der Kühlschrank vielleicht zu instabil ist, um als Untersatz zu dienen.

Ohne den Omega-Juicer hätte ich in der letzten Woche niemals täglich die Vitamine einer halben Grapefruit, eines Apfels und zweier Orangen zu mir genommen. Nur der Preis ist mit 229 Euro (zum Beispiel bei www.proidee.de) zu hoch.

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