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Assange bittet Australien

um Rückholung in seine Heimat

Sydney - Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die australische Premierministerin Julia Gillard aufgefordert, ihn in sein Heimatland zurückzuholen. Er und seine Mitstreiter seien in Großbritannien Todesdrohungen ausgesetzt, sagte er in einer Videobotschaft, die die australische Tageszeitung „Sydney Morning Herald“ auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Gillards Regierung solle ihr „diplomatisches Schweigen“ beenden, ihn selbst „nach Hause bringen und unsere Landsleute schützen“, forderte Assange. Ein Gericht in London soll am Montag über eine Auslieferung des 39-Jährigen nach Schweden entscheiden. Dort ermitteln die Behörden wegen des Verdachts der Vergewaltigung gegen ihn. AFP

„Traumschiff“-Bestseller wird wegen

schwerer Beleidigungen geschwärzt

Frankfurt/Main - Der Verkauf des Bestsellers „Ein Traum von einem Schiff“ von „Stromberg“-Schauspieler Christoph Maria Herbst ist gerichtlich untersagt worden. „Die Auslieferung wurde gestoppt, ein Rückruf der Bücher ist erfolgt“, sagte ein Verlagssprecher. Das Buch ist im zu den S. Fischer Verlagen gehörenden Scherz Verlag erschienen und bisher rund 100 000 Mal verkauft worden. Eine neue Auflage mit eingeschwärzten Textstellen soll vom kommenden Donnerstag an lieferbar sein. Herbst war im vergangenen Jahr mit dem ZDF-„Traumschiff“ unterwegs und hatte darüber ein Buch geschrieben. Darin deutete er unter anderem das „MS“ in „MS Deutschland“ als „Mumien-Schlepper“ und bezeichnete den Produzenten Wolfgang Rademann als „fleischgewordene Knoblauchzwiebel“. Welcher Akteur die einstweilige Verfügung beantragt hat und welche Passagen des Buches nun geschwärzt werden müssen, wollte der Verlag nicht sagen. Rademann hat gegenüber „Bild.de“ das Buch als Beleidigung für Passagiere und Zuschauer bezeichnet, den zentralen Vorwurf aber bestätigt. „Zumindest da hat er ein wenig recht. Nach Knoblauch rieche ich ja immer. Das wissen doch alle. Ich esse Knoblauch jeden Tag, das habe ich von Johannes Heesters – der hat mir das vor 40 Jahren empfohlen.“ TV-Kapitän Siegfried Rauch wendete sich gegen den Vorwurf, einige Kollegen hätten wegen des hohen Alters oder wegen zu viel Alkoholkonsum gerne mal den Text vergessen. „Die Suffköppe unter den Schauspielern, die ich in den letzten 30 Jahre hatte, kann man an einer Hand abzählen. Und die waren in seiner Folge nicht dabei.“ dpa

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