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Air-France-Airbus:

Zweiter Flugschreiber geborgen

Paris - Eine der rätselhaftesten Flugzeugkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte könnte noch in diesem Monat aufgeklärt werden. Auf dem Meeresboden des Südatlantiks entdeckte ein Expertenteam jetzt auch den Stimmenrekorder des vor knapp zwei Jahren abgestürzten Air-France-Airbus. Das Gerät zur Aufzeichnung der Gespräche im Cockpit wurde in der Nacht zum Dienstag aus 3900 Metern Tiefe an die Meeresoberfläche geholt, teilte die französische Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) mit. Bereits am Sonntag war der Flugdatenschreiber geborgen worden. Die beiden Geräte gelten als Schlüssel zur Aufklärung des Unglücks mit 228 Toten, darunter auch 28 Deutschen. „Das ist ein weiterer entscheidender Schritt vorwärts“, kommentierte Air-France- Chef Pierre-Henri Gourgeon am Dienstag. Er hoffe von ganzem Herzen, dass die Daten auslesbar seien. Sie könnten Antworten auf all die Fragen liefern, die sich die Hinterbliebenen und die gesamte Flugzeugindustrie seit nunmehr zwei Jahren stellten. dpa

Österreichischer Staat verweigert

Natascha Kampusch Entschädigung

Wien - Der österreichische Staat hat der als Kind entführten Natascha Kampusch eine Entschädigung für ihre jahrelange Geiselhaft verweigert. Das Innenministerium in Wien sei zu dem Schluss gekommen, dass es keine schwerwiegenden Ermittlungsfehler gegeben habe, die eine Befreiung seiner Mandantin unmöglich gemacht hätten, erklärte Kampuschs Anwalt Gerald Ganzger am Dienstag. Die heute 23-Jährige hatte im Februar beim Innenministerium eine Entschädigung in Höhe von einer Million Euro beantragt. Sie begründete ihre Forderung damit, dass die Polizei Ermittlungsfehler begangen und einige Spuren nicht verfolgt habe, so dass sie sich erst nach achteinhalb Jahren aus ihrer Gefangenschaft habe befreien können. AFP

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