Aus Psychiatrie geflohen : Taximörder vom Bodensee ausgebrochen

Ein wegen Mordes und versuchten Mordes an zwei Taxifahrerinnen verurteilter Mann ist aus einer Justizeinrichtung in Karlsruhe-Wiesloch geflohen. Er war in der Psychiatrie untergebracht.

Dieses Foto von dem Täter hatte die Polizei im vergangenen Jahr veröffentlicht. Foto: dpa
Dieses Foto von dem Täter hatte die Polizei im vergangenen Jahr veröffentlicht. Foto: dpaFoto: dpa

Karlsruhe - Wie die Staatsanwaltschaft Konstanz und die Polizei am Samstag mitteilten, verschwand der 29-Jährige gegen 10 Uhr 30 unter ungeklärten Umständen aus einem psychiatrischen Landeskrankenhaus.

Der sogenannte Taximörder vom Bodensee sei „äußerst gewaltbereit“, warnten die Behörden. Nach ihm werde landesweit gefahndet. Da er über Kontakte in den Bodenseeraum verfügt, wird nicht ausgeschlossen, dass er dorthin unterwegs ist.

Mit einem Großaufgebot an Polizisten, Spürhunden und mittels eines Polizeihubschraubers aus der Luft suchten die Fahnder nach dem Mann. Der Sprecher der Polizeidirektion Heidelberg, Harald Kurzer, warnte dringend vor dem „hochgefährlichen Mann“. Menschen in der Region sollten keinesfalls Anhalter mitnehmen. Wer Hinweise auf ihn geben könne, solle sich sofort über Notruf bei der Polizei melden und sich in jedem Fall von ihm fernhalten.

Der 29-Jährige wird als 1,79 Meter groß und schlank beschrieben.

Er habe ein rundes Gesicht, dunkelblonde, glatte Haare und sogenannte Geheimratsecken. Auffällig seien seine grünen Augen. Der Russland-Deutsche sei eine „osteuropäische Erscheinung“. Er spricht laut Polizei Deutsch mit Akzent, außerdem Russisch und Englisch. Bekleidet sei er mit einem weißen T-Shirt, einer grauen Trainingshose sowie Badeschlappen.

Der Mann war im Februar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden und wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Er hatte im Juni vergangenen Jahres eine 32 Jahre alte Taxifahrerin aus Hagnau (Bodenseekreis) mit mehreren Messerstichen in den Hals getötet. Tags zuvor hatte er eine weitere Taxifahrerin aus Singen lebensgefährlich verletzt und anschließend vergewaltigt. Die Frau wird wahrscheinlich für immer halbseitig gelähmt bleiben. dapd

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