Baden-Württemberg : Mann greift Polizisten mit Dolch an und wird erschossen

Erst attackierte der Mann zwei Frauen und bedrohte Passanten, dann griff er Polizisten mit einem Dolch an. Ein Beamter feuerte aus seiner Dienstwaffe, der Angreifer starb auf dem Marktplatz von Wiesloch bei Heidelberg.

Ein Messergriff liegt am 04.07.12 neben einer Markierung der Spurensicherung...Alle Bilder anzeigen
Foto: dapd
04.07.2012 15:02Ein Messergriff liegt am 04.07.12 neben einer Markierung der Spurensicherung...

Ein Polizist hat am Mittwochmorgen in Wiesloch bei Heidelberg einen bewaffneten Mann erschossen. Dieser hatte zuvor zwei Streifenpolizisten mit einem Dolch angegriffen, wie Zeugen berichteten. „Es war eindeutig eine Notwehrsituation“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Heidelberg der Nachrichtenagentur dpa. Der Mann habe in der Wieslocher Innenstadt gewohnt. Der Schuss traf ihn aus unmittelbarer Nähe, er starb noch auf dem Marktplatz.

Nähere Erkenntnisse solle eine Obduktion der Leiche bringen. Gegen 8.30 Uhr hatte der Mann an einem Café in der Innenstadt mit einem Stuhl auf zwei etwa 30 Jahre alte Frauen eingeschlagen. Offenbar grundlos, wie die Polizei berichtete. Die Frauen kannten den Mann nach eigenen Angaben nicht. Laut Zeugen bedrohte der Mann anschließend mit dem gezogenen Dolch Passanten auf der Hauptstraße. Die Waffe habe eine etwa 20 Zentimeter lange Klinge und Widerhaken, hieß es. Zwei erfahrene Streifenpolizisten stellten den Mann wenig später auf dem Marktplatz.

Dort ging er mit dem Messer auf die Beamten los. Aufforderungen, die Waffen wegzulegen, habe er ignoriert, teilte die Polizei mit. Im Zurückweichen habe der eine Beamte dann einen Warnschuss abgegeben. Auch darauf habe er nicht reagiert, sondern sei mit dem Dolch weiter auf die Polizisten zugestürmt. „Durch den darauf folgenden Schusswaffengebrauch wurde der Angreifer so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb“, berichtete die Polizei.
Nähere Angeben zu dem Mann machte die Polizei zunächst nicht. Der Marktplatz von Wiesloch wurde abgesperrt. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg, die Kriminalpolizei Heidelberg und die Landespolizeidirektion Karlsruhe haben die weiteren Ermittlungen übernommen. (dpa)

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