Bayreuther Sexualmord : Ermittler suchen weitere Zeugen

Nach der Tötung einer Krankenschwester durch einen erst kürzlich aus der Haft entlassenen Sexualstraftäter in Bayreuth suchen Polizei und Staatsanwaltschaft nach weiteren Hinweisen aus der Bevölkerung.

Himmelkron - Der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Janovsky sagte, die Ermittler erhofften sich durch weitere Zeugenaussagen, den Tathergang genau rekonstruieren zu können. Am Wochenende hatte der 35 Jahre alte Mann gestanden, am Samstagmorgen die 39-jährige Krankenschwester in Bayreuth überfallen, vergewaltigt und getötet zu haben.

Der mutmaßliche Täter, gegen den noch am Sonntag Haftbefehl wegen Mordes, Vergewaltigung und räuberischer Erpressung erlassen wurde, war bereits im Jahr 2001 unter anderem wegen Vergewaltigung vom Landgericht Bamberg zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Erst am 1. September war er wegen der positiven Prognose eines Gutachters vorzeitig aus der Haft entlassen worden.

Nur ein "tragischer Zufall"?

Als "wohl tragischen Zufall" bezeichnete es Janovsky, dass der Ehemann der getöteten Krankenschwester als Aufsichtsbeamter in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth arbeitete, in der der mutmaßliche Mörder seiner Frau jahrelang eingesessen hatte. Es gebe derzeit keinerlei Erkenntnisse über einen Zusammenhang zwischen diesem Umstand und der Tat, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Die Krankenschwester hatte Polizeiangaben zufolge ihre Wohnung im oberfränkischen Himmelkron am Samstagmorgen wie immer gegen 5.30 Uhr verlassen, um mit dem Auto zur Arbeit in ein Bayreuther Krankenhaus zu fahren. In Bayreuth wurde sie dann offenbar von dem mutmaßlichen Täter aufgehalten, vergewaltigt und getötet. Die Leiche der Frau wurde an einem Waldrand im Südosten von Bayreuth gefunden. Vor der Tat hatte der Mann eigenen Angaben zufolge versucht, zwei andere Autofahrer anzuhalten. Dies sei ihm aber nicht gelungen. (tso/ddp)

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