Buschbrände : Schwarzenegger: "Sehr trauriger Tag für Kalifornien"

Bei Buschbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sind vier Feuerwehrmänner ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde durch das von einem Brandstifter gelegte Feuer schwer verletzt.

Los Angeles - Das teilte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger mit. Heftige Winde heizten die Flammen östlich von Los Angeles weiter an, so dass die Brände nach Behördenangaben zunächst nur zu einem geringen Prozentsatz eingedämmt werden konnten. Das Feuer sei in der Nähe der Stadt Cabazon absichtlich gelegt worden und habe sich schnell ausbreitet, sagte Feuerwehrchef John Hawkins. 700 Menschen wurden evakuiert.

Schwarzenegger sprach von einem "sehr traurigen Tag für Kalifornien". Er habe die Forst- und Brandschutzbehörde und die gesamte Verwaltung angewiesen, alle Kräfte zur Feuerbekämpfung einzusetzen. Laut Hawkins deutete alles auf Brandstiftung hin, die Tat sei wegen des Todes der Feuerwehrleute als Totschlag zu werten. Die vier Männer verbrannten, als die von heftigen Winden angefachten Flammen ihren Löschzug ergriffen. Ein fünfter Feuerwehrmann erlitt laut "Los Angeles Times" schwere Verbrennungen an 90 Prozent seines Körpers. Die Flammen seien 30 Meter hoch gewesen. Die Feuerwehrleute hatten keine Zeit, sich in Sicherheit zu bringen oder zu fliehen.

Knapp vier Millionen Hektar Wald vernichtet

Nach Angaben der Forstbehörde verbrannten bis Freitagmorgen mehr als 7600 Hektar Busch. Knapp 1200 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Laut Medienberichten wurden 100.000 Dollar Belohnung (rund 80.000 Euro) für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Brandstifters führen.

Wald- und Buschbrände hatten im September im Nordwesten von Los Angeles bereits tausende Hektar Land vernichtet. Im Juli war es nördlich von Palm Springs zu Bränden gekommen. Insgesamt waren die USA in diesem Jahr besonders schlimm von Bränden betroffen: Seit Januar wurden knapp vier Millionen Hektar Wald vernichtet - ein Jahresrekord seit 1960, als mit der Statistik begonnen wurde. Während Kalifornien unter den Bränden leidet, brach in Teilen des US-Bundesstaates Colorado am Donnerstag über Nacht der Winter aus und sorgte für einen halben Meter Neuschnee. (tso/AFP)

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