Chronologie : Der Zug der Vogelgrippe durch Deutschland

Das Vogelgrippe-Virus ist seit Mitte Februar in nunmehr sechs Bundesländern nachgewiesen worden. Eine Chronik der Ereignisse.

14. Februar 2006:

Urlauber entdecken auf der Insel Rügen vier verendete Schwäne. Ein Schnelltest erbringt den Nachweis des für den Menschen gefährlichen Virus H5N1.

15. Februar: Weitere tote Tiere werden auf Rügen geborgen.

16. Februar: Erneut werden Vogelgrippe-Fälle auf der Insel bestätigt. Die dortigen Behörden geraten wegen Versäumnissen bei der Bergung der Tiere ins Kreuzfeuer der Kritik.

17. Februar: Bundesweit gilt wieder eine Stallpflicht für Geflügel, Geflügelmärkte sind verboten.

18. Februar: Auf Rügen wird der Katastrophenalarm ausgerufen.

19. Februar: Auch auf dem Festland in Mecklenburg-Vorpommern wird das Virus festgestellt. Nutzgeflügel wird vorsorglich getötet.

20. Februar: Die Bundeswehr schickt Soldaten nach Rügen. Im Landkreis Ostvorpommern wird Katastrophenalarm ausgelöst.

24. Februar: Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg sind die Bundesländer Nummer 2 und 3, in denen der Erreger H5N1 bei Wildvögeln nachgewiesen wird.

25. Februar: Die Vogelgrippe wird in Brandenburg als viertem Bundesland entdeckt, bei einem Schwan und einer Ente in der Uckermark.

28. Februar: Erstmals wird das Virus H5N1 bei einem Säugetier festgestellt, einer Hauskatze auf Rügen. Die Vogelgrippe erreicht auch Bayern.

1. März: Nach dem ersten Vogelgrippefall bei einem Säugetier in Deutschland vereinbart der Nationale Krisenstab von Bund und Ländern für Tierseuchen schärfere Schutzmaßnahmen: Katzen müssen im Haus bleiben, Hunde an die Leine.

3. März: Die Vogelgrippe wird erstmals bei einem Tier in einer Großstadt nachgewiesen - im baden-württembergischen Mannheim.

4. März: Das Virus erreicht Niedersachsen als sechstes Bundesland. In Walsrode wird eine infizierte Wildgans gefunden. Deutschlandweit treten verschärfte Schutzvorschriften in Kraft. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar