Welt : Chronologie: Die Leiden des Papstes

Hamburg (25.02.2005, 11:18 Uhr) - Als der sportliche Karol Wojtyla 1978 das Papstamt übernahm, strotzte er vor Gesundheit. Die Wende brachte ein Attentat im Jahr 1981. Der heute 84-Jährige leidet seit Jahren unter schweren gesundheitlichen Problemen. Eine Chronologie:

1981: Im Mai verübt ein türkischer Rechtsextremist einen Attentat auf Johannes Paul II. und fügt ihm schwere Schussverletzungen zu. Im römischen Gemelli-Krankenhaus wird dem Papst ein Teil des verletzten Darms entfernt. In den Folgewochen leidet er an einem postoperativen Virus.

1992: Johannes Paul II. wird im Juli ein Darmtumor herausoperiert. Die Ärzte sprechen von einem gutartigen Geschwür. Der Papst hatte zuvor die Gläubigen auf dem Petersplatz über den Eingriff informiert. Seine zitternden Hände, ein Symptom der Parkinson-Krankheit, werden zunächst als Folge des Attentats gewertet.

1993: Nach einem Sturz während einer Audienz im November wird die ausgerenkte Schulter des Papstes im Gemelli-Krankenhaus behandelt.

1994: Im April bricht sich Johannes Paul II. bei einem Sturz im päpstlichen Palast den rechten Oberschenkelhals. Er bekommt ein künstliches Hüftgelenk und ist künftig gehbehindert.

1995: Millionen Fernsehzuschauer werden Zeuge, als der Papst seinen Weihnachtssegen wegen eines Schwächeanfalls abbricht.

1996: Im Frühjahr leidet der Papst erneut an einer Grippe. Wegen einer Blinddarmoperation im Oktober ist er zum sechsten Mal seit Amtsantritt zu einem Aufenthalt in der Gemelli-Klinik gezwungen.

1999: Der Papst leidet zunehmend unter der offiziell unbestätigten Parkinson-Erkrankung und fortschreitenden Gehbehinderungen.

2002: Wegen starker Knieschmerzen verzichtet Johannes Paul II, auf verschiedene Osterzeremonien.

2003: Im September sagt der Papst eine Generalaudienz in Rom auf Grund von Darmproblemen ab.

1. Februar 2005: Der an Grippe erkrankte Papst wird wegen akuter Atemnot in das Gemelli-Krankenhaus eingeliefert und muss zehn Tage in der Klinik verbringen.

24. Februar 2005: Wegen eines Gripperückfalls wird Johannes Paul II. erneut ins Gemelli-Krankenhaus gebracht. Die Ärzte operieren noch am gleichen Tag: Sie setzen einen Luftröhrenschnitt und eine Kanüle, um ihm das Atmen zu erleichtern.

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