Welt : Das Wetter: Von dunklen Wolken überschattet

Unwetter und teilweise starke Niederschläge melden die Meteorologen aus weiten Teilen Deutschlands. Von ungünstigen Wetterverhältnissen ist auch der Beginn der Kieler Woche begleitet. In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt dreht sich für eine Woche wieder alles ums Segeln. Schon vor der offiziellen Eröffnung der Kieler Woche am Sonnabendabend mit Ministerpräsidentin Heide Simonis hatten sich Tausende Schaulustiger trotz teilweise strömenden Regens zu den ersten der rund 1000 Veranstaltungen aufgemacht.

Den traditionellen Auftakt der Segelregatten bildete die Aalregatta von Kiel nach Eckernförde, bei der wie jedes Jahr jede Besatzung nach Ankunft einen geräucherten Aal erhält.

Insgesamt gehen beim größten Segelsportereignis der Welt 5000 aktive Segler an den Start. Sie kommen aus 43 Nationen und nehmen in 1685 Booten an den Segelwettkämpfen teil. Elf Medaillengewinner von Sydney sind dabei sowie zahlreiche Europa- und Weltmeister.

Überschattet vom nassen Wetter öffnete die "Spiellinie an der Kiellinie" für Jung und Alt ihre Tore. Die Spielmeile gehört zu den traditionellen Klassikern der Festwoche, die bis zum 24. Juni dauert.

Zu den diesjährigen Höhepunkten zählt eine Windjammerparade am 23. Juni. Über 115 Groß- und Traditionssegler aus 13 Nationen und Hunderte von Yachten und Booten nehmen daran teil. Kulturell Interessierte können unter anderem die Uraufführung der 1901 entstandenen Oper "Flammen" von Franz Schrecker am heutigen Sonntag sehen. In der Stadt finden zahlreiche Volksfeste statt.

Unwetter über Norddeutschland

Nach heftigen nächtlichen Gewittern und Sturmböen mit starken Regenfällen vor allem im Norden muss sich Deutschland auch weiterhin auf "Starkregen" einstellen. Entsprechende Warnungen ließen die Meteorologen von der Küste bis hin zum Allgäu auch am Sonnabend bestehen. Eine Unwetterwarnung des Wetterdienstes in Hamburg konnte in der Nacht jedoch zurückgezogen werden; die Unwetter liefen glimpflicher ab als erwartet.

Über weiten Teilen Norddeutschlands waren seit Freitagabend starke Regenfälle niedergegangen. Bei heftigen Gewittern traten Böen in Sturmstärke auf. In Hamburg musste die Feuerwehr zu insgesamt 27 wetterbedingten Einsätzen ausrücken, meist um verstopfe Straßensiele wieder aufnahmefähig zu machen. Sieben voll gelaufene Keller mussten in der Hansestadt mit Hilfe der Feuerwehr leergepumpt werden. Auch in Hannover liefen mehrere Keller voll. Ein Einfamilienhaus wurde vom Blitz getroffen und von den Flammen zerstört. In Mecklenburg wurden nach Polizeiangaben in Schwerin wehrere Straßen von den Wassermassen überflutet und Gullydeckel hochgedrückt. Teilweise sei es zu kurzen Stromausfällen gekommen. Auch in Nordrhein-Westfalen hielten sich die angekündigten Unwetter laut dem Deutschen Wetterdienst in Essen in Grenzen. Das wechselhafte Wetter wird sich nach Auskunft der Meteorologen wegen des Tiefs "Quintus" bis zum Sonntag fortsetzen.

Frachter kollidiert mit Yacht

Bei der Kollision eines Frachters mit einer Segelyacht sind in der Nordsee vor Dänemark zwei schwedische Segler ums Leben gekommen. Zwei andere Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Das Boot hatte an der jährlichen Sjaelland-Rundt-Segelregatta teilgenommen. Bei der Kollision wurden alle vier Besatzungsmitglieder über Bord geschleudert worden. Das Unglück ereignete sich gegen Mitternacht etwa 80 Kilometer nördlich von Kopenhagen.

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