Welt : Die Produktpalette der Baby-Soap im Kölner "Teletubby-Land"

Reh

Fast überall sind die Teletubby-Faschingskostüme ausverkauft, nur nicht im Kölner Hauptbahnhof. Dort gibt es auch noch andere Fanartikel, die die Kinderherzen höher schlagen lassen. Schon morgens ab neun Uhr kommen die Kunden im zarten Alter zwischen anderthalb und vier Jahren in das schmale Ladenlokal und drücken sich an den Schaufenstern die Nasen platt, erzählt Sarah Mojaddiddi, Verkäuferin im bundesweit einzigen "Teletubby-Land". Tinky-Winky, Dipsy und der Rest der Frotteemännchen mit Kulleraugen, die seit Monaten im Kinderkanal die jüngsten Fernseher begeistern, gehen in dem Geschäft weg wie warme Semmeln.

Wie in der Baby-Soap der Teletubbies spielt sich auch in dem Laden alles in kindlich-kitschigen Farben ab. Während die Stars in allen Größen zum Kuscheln oder in Hartgummi-Version in den himmelblau gestrichenen Regalen sitzen und mit großen Augen auf die gierigen Kunden starren, vermittelt der grasgrüne Boden TV-Echtheit. Wenn der dreijährige Lars mit ausgebreiteten Armen auf die beiden anderen Hauptfiguren der Kinderkanal-Sendung, Laa-Laa und Po, zuläuft, dann ist kein Halten mehr. "Mama, Laa-Laa, haben", ruft der Kleine und gibt nicht mehr Ruhe, bis die 34-jährige Mutter den Liebling kauft.

Die sprechenden Puppen mit Embryo-Näschen im Frottee-Dress sind mit knapp 100 Mark die teuersten Exponate im "Teletubby-Land". Die billigsten Merchandising-Produkte der umstrittenen TV-Serie sind Papier-Tröten für 99 Pfennig. Dazwischen gibt es nach Angaben der Verkäuferin Mojaddiddi "nichts, was es nicht gibt". Kniestrümpfe, Ausmalbilder, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiele, Teletubbies zum Umhängen mit Reißverschluss im Bauch, Rucksack-Teletubbies, Abbildungen auf Papptellern, Hemden, Gymnastikhosen, Schultaschen, Radios oder auch als fröhlich lallender Schlüsselanhänger.

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