Drogenfund in Hamburg : Eine Vierteltonne Kokain in Container entdeckt

Es ist einer der größten Drogenfunde der vergangenen Jahre: In Hamburg wurden in einem Container 257 Kilogramm reines Kokain entdeckt. Die Fracht kam aus Argentinien - und sollte eigentlich nur aus Erdnüssen bestehen.

Größter Fund von Kokain in den letzten Jahren in Hamburg: Der Zollbeamte Niels Hennig (M) präsentiert am Donnerstag die sichergestellten Pakete mit Kokain.
Größter Fund von Kokain in den letzten Jahren in Hamburg: Der Zollbeamte Niels Hennig (M) präsentiert am Donnerstag die...Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Harmlose Waren dienen Drogenschmugglern oft als Versteck für ihre illegale Fracht. Jetzt haben Fahnder in Hamburg eine Vierteltonne Kokain unter Erdnüssen aufgespürt. Die Beamten entdeckten die Drogen in einem Container mit Erdnüssen aus Argentinien. Es war einer der größten Drogenfunde der vergangenen Jahre in Hamburg. Es handle sich um 257 Kilogramm reines Kokain, teilte das Zollfahndungsamt am Donnerstag mit. Der Straßenverkaufswert betrage 16,7 Millionen Euro.
In Hamburg war das Rauschgift nach Angaben des Zolls in 260 Pakete aufgeteilt. Die Lieferung sollte über Antwerpen weiter nach Rotterdam gehen. Die Fahnder hätten einen Hinweis auf mehrere verdächtige Container aus Südamerika erhalten.


Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Werner Gatzer (SPD), sprach von einem herausragenden Erfolg, der durch gute internationale Zusammenarbeit ermöglicht worden sei. Zu den beteiligten Behörden und Ländern sowie den Hintermännern des Schmuggels wollte der Sprecher des Zollfahndungsamts, Axel Hirth, keine Angaben machen. „Die Ermittlungen laufen“, sagte er.
Im gesamten Jahr 2014 hatten die Fahnder in Hamburg 480 Kilogramm Kokain abgefangen. Größter Einzelfund waren 66 Kilogramm, die in einem Bananencontainer aus Ecuador nach Hamburg geschmuggelt worden waren.

Ein sächsischer Geschäftsmann hat nach Angaben der Polizei in Chemnitz in einem Container mit Autoteilen 50 Kilogramm Kokain im Wert von rund drei Millionen Euro gefunden. Er selbst hatte den Container in den USA mit Autoteilen bepackt. Die Fracht wurde per Schiff in die Niederlande, dann mit dem Lastwagen nach Sachsen gebracht. Beim Ausräumen am Mittwoch fand der Geschäftsmann zwei fremde Reisetaschen mit der Droge. Bei der Polizei Chemnitz hieß es, einen solchen Fall - mit so einer großen Menge an Drogen und unter so merkwürdigen Umständen - habe es dort zuvor noch nicht gegeben. (dpa)

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