Dürre : Trinkwasser für 4,8 Millionen Chinesen knapp

Höhere Temperaturen und weniger Niederschlag als sonst zu dieser Jahreszeit, ausgetrocknete Seen und fast fünf Millionen Stück Vieh - für die Bewohner Nordchinas wird langsam aber sicher das Wasser knapp.

PEKING - Eine schlimme Dürre lässt 4,8 Millionen Chinesen im Norden des Landes unter Trinkwassermangel leiden. Elf Millionen Hektar Erntefläche seien betroffen, berichtete die Regierung am Dienstag. 4,8 Millionen Stück Vieh hätten nicht genug Wasser. Ungewöhnlich hohe Temperaturen und geringe Niederschläge ließen besonders die Provinzen Gansu, Hebei, Henan und Liaoning, aber auch andere Regionen in Nordchina von West nach Ost unter der Trockenheit leiden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In der Provinz Hebei um die Hauptstadt Peking herum seien 200 kleinere Stauseen ausgetrocknet, während die Temperaturen um drei bis fünf Grad über den üblichen Werten zu dieser Jahreszeit lägen. Das heiße Wetter hat in Peking das Thermometer am Montag schon deutlich über 30 Grad Celsius steigen lassen. In den meisten betroffenen Regionen seien die Niederschläge zudem um 30 bis 50 Prozent zurückgegangen. Die Trockenperiode soll nach den Vorhersagen der Meteorologen noch mindestens zehn weitere Tage andauern. mit dpa

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