• Enrique Iglesias "Love and Sex"-Tournee: Präsident von Sri Lanka fordert Auspeitschung der Konzert-Organisatoren

Enrique Iglesias "Love and Sex"-Tournee : Präsident von Sri Lanka fordert Auspeitschung der Konzert-Organisatoren

Ekstatische Fans und ein wütendes Staatsoberhaupt. Nach einem Konzert von Enrique Iglesias forderte der Präsident des Landes, die Organisatoren auspeitschen zu lassen - und zwar mit giftigen Stachelrochen-Schwänzen.

Der spanische Popstar Enrique Iglesias hat während seiner Tour "Sex and Love" in Sri Lanka für Unruhe gesorgt.
Der spanische Popstar Enrique Iglesias hat während seiner Tour "Sex and Love" in Sri Lanka für Unruhe gesorgt.Foto: dpa

Nach der wütenden Reaktion des Staatschefs auf ein von ekstatischen weiblichen Fans geprägtes Konzert von Popstar Enrique Iglesias in Sri Lanka haben sich die Veranstalter entschuldigt. Die Sicherheit sei "auf alarmierende Weise gescheitert", räumten die Besitzer der Firma Live Events, Mahela Jayawardene und Kumar Sangakkara, am Montag ein. Die beiden Cricket-Legenden entschuldigten sich auch bei den Fans für "negative Erfahrungen".

Bei dem Iglesias-Konzert in Colombo im Rahmen seiner "Love and Sex"-Tournee wenige Tage vor Weihnachten hatten weibliche Fans die Bühne gestürmt und den Sänger umarmt und geküsst, andere hatten ihn mit Unterwäsche beworfen. Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena forderte daraufhin, die Organisatoren sollten "mit giftigen Stachelrochen-Schwänzen ausgepeitscht werden". Zwar nannte er die beiden Cricketstars nicht namentlich, es war jedoch allgemein bekannt, dass das Konzert von ihrem Unternehmen organisiert worden war.

In der konservativen srilankischen Gesellschaft ist das öffentliche Zurschaustellen von Zuneigung selbst unter Eheleuten verpönt. Immer wieder nimmt die Polizei Paare wegen Küssens in der Öffentlichkeit fest. Im Mittelalter waren Schwerkriminelle in Sri Lanka mit Stachelrochen-Schwänzen ausgepeitscht worden. Umgangssprachlich wird die Formulierung heute noch als härteste Strafe für Vergehen benutzt. (AFP)

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