Welt : Er trinkt, balzt und schläft im Fliegen

Der Mauersegler ist der „Vogel des Jahres 2003“

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Berlin (dpa). Es gibt kaum einen Vogel, der so perfekt an die Luft und das Fliegen angepasst ist wie der „Vogel des Jahres 2003“: Der Mauersegler ist ein eleganter Flieger, der in der Luft trinkt, balzt und liebt – und sogar im Fliegen schlafen kann. Als Langstreckennomade pendelt er zwischen Europa und den Überwinterungsgebieten südlich der Sahara, berichtete am Freitag in Berlin Helmut Opitz, Vizepräsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Zum 32. Mal kürte der NABU den „Vogel des Jahres“, um auf die ökologischen Probleme von Vögeln aufmerksam zu machen.

Der Mauersegler (Apus apus) gehört zur Gruppe der Segler (Apodidae) und ist „nonpasseriform“, dass heißt, er singt nicht. Seine Lautäußerungen sind vielmehr schrille Schreie. Segler werden gern mit Schwalben verwechselt, sind mit diesen aber nicht verwandt. Der „Turmschwalbe“ für den Mauersegler ist daher etwas irreführend. Mauersegler sind mit einer Spannweite von bis zu 40 Zentimetern auch größer als Schwalben. Mit Ausnahme der grau-weißen Kehle ist ihr gesamtes Gefieder bräunlich bis rußschwarz.

Mauersegler nisten in Mauerspalten, doch die gibt es immer weniger, sagte Opitz. Er plädierte dafür, auch bei Neubauten einige Nischen und Spalten zu lassen. Die Vögel ernähren sich von fliegenden Insekten, die sie knapp über dem Boden, aber auch in 3000 Metern Höhe jagen. Ihr Lebensraum erstreckt sich von Nordafrika über Europa bis hin zum nordöstlichen Teil der Mongolei. In Deutschland brüten schätzungsweise jährlich 450 000 bis 900 000 Paare.

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