Erdbebenhilfe : Vereinte Nationen erhielten 300 Millionen Dollar

Islamabad - Die Vereinten Nationen haben bislang mehr als 300 Millionen US-Dollar für die Opfer im pakistanischen Erdbebengebiet erhalten. Angefordert sind rund 550 Millionen Dollar (455 Millionen Euro) für Hilfsmaßnahmen, erklärte Jan Vandemoortele, Koordinator der Vereinten Nationen in Pakistan, am Donnerstag. «Zusätzlich zu den eingegangenen 305 Millionen US-Dollar hat die internationale Gemeinschaft zusätzliche 10 Millionen für weitere Unterstützung in der Erdbebenregion zugesagt.» Um die Hilfe zu leisten, seien rund zwei Millionen Dollar pro Tag nötig.

Wegen des Wintereinbruchs konzentrierten sich die Maßnahmen weiter darauf, Heizungen und Winterkleidung bereitzustellen. Zudem komme es darauf an, die Zelte winterfest zu machen. «Der Schnee kam spät, aber mit aller Macht», sagte Vandemoortele. Die Wetterlage sei schwierig, auch unterhalb von 1500 Metern habe es geschneit. Heftiger Regen habe zahllose Zelte überflutet. Wegen der bitteren Kälte rechnet ein Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit weiteren Toten. Das Beben vom 8. Oktober kostete in Pakistan mindestens 75.000 Menschen das Leben. 3,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. (dpa)

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