Welt : Fakten zur Seuche

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Grund zum Verdacht auf Sars besteht nur, wenn mehrere Symptome gemeinsam auftreten: Plötzlicher Krankheitsbeginn, hohes Fieber, Muskelschmerzen, mindestens ein Krankheitszeichen aus dem Bereich der Atemwege (Lungenentzündungen, Husten, Kurzatmigkeit) und nicht zuletzt Aufenthalt in einer betroffenen Region oder Kontakt mit einem Reisenden, der daher kommt. Das Reisemedizinische Zentrum des BernhardNocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg, dessen Forscher im letzten Jahr maßgeblich an der Entwicklung eines Sars-Tests beteiligt waren, warnen vor Hysterie: „Schnupfen oder Husten ohne Fieber nach Rückkehr aus einer Sars-Region begründen keinen zwingenden Sars-Verdacht."

Wo kommt der Erreger her? Der Sars-Erreger gehört zur Gruppe der Coronaviren, die bisher meist Krankheiten mit mildem Verlauf verursachten. Der neue Erreger, der im Frühjahr 2003 identifiziert wurde, ist vermutlich tierischen Ursprungs.

Welche Tiere sind gefährlich? Im Januar gerieten Tiere, zum Beispiel kleine chinesische Wildtiere, die Zibetkatzen, in Verdacht, als Überträger zu fungieren. Sie gelten in China als Delikatesse. Die Märkte, auf denen sie verkauft werden, wurden jedoch sofort nach bekannt werden des Falles von den Gesundheitsbehörden im Januar geschlossen.

Wie wird Sars übertragen? Sars wird hauptsächlich durch engen direkten Kontakt zwischen Personen übertragen. Coronaviren trocknen in der Luft schnell aus und sind dann nicht mehr ansteckend. Im akuten Stadium, wenn die meisten Viren verteilt werden könnten, sind die Kranken zudem so schwach, dass sie zu Hause bleiben und nur enge Kontaktpersonen gefährden. aml

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