Flughafen Tegel : Münteferings Flugzeug in Stuttgart notgelandet

UPDATE Am Flughafen Stuttgart ist am Montag eine mit 78 Personen besetzte Maschine notgelandet. An Bord war auch SPD-Chef Müntefering, der die Situation als "sehr ernst" einschätzt.

Notlandung_dpa
Notlandung auf dem Schaumteppich: Die Passagiere der Fokker 100 konnten die Maschine über die Notrutschen verlassen. -Foto: dpa

Stuttgart/Berlin SPD-Chef Franz Müntefering hat am Montagmorgen die Notlandung einer Maschine auf dem Flughafen in Stuttgart unverletzt überstanden. "Es war eine ernste, sehr ernste Situation. Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden", sagte der 69-Jährige nach der Ankunft auf dem Flughafen. Nach Angaben der Fluggesellschaft Contact Air wurde ein Passagier leicht am Sprunggelenk verletzt.

Das Flugzeug vom Typ Fokker 100 flog den Angaben zufolge von Berlin-Tegel nach Stuttgart. Bei der Landung ließ sich ersten Erkenntnissen zufolge das Fahrwerk nicht vollständig ausfahren. An Bord befanden sich entgegen erster Informationen nicht 82, sondern 73 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, wie eine Airline-Sprecherin mitteilte.

Bei der Landung kam es zum Funkenflug. Daraufhin schäumte die Feuerwehr die Landebahn ein. Die Insassen wurden nach der Notlandung über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht. "Unsere Piloten werden auf solche Situationen hin trainiert", sagte die Sprecherin. "Die Crew hat dies sehr gut umgesetzt - das ist immer eine Teamleistung." Die Fluggesellschaft Contact Air ist Partner der Lufthansa.


Müntefering dankt dem Kapitän



"Unser Dank gilt dem Kapitän, der eine Meisterleistung hingelegt hat, und seiner Crew, die die Situation professionell gehandhabt hat", sagte Müntefering weiter, der in Stuttgart an einer Wahlkampfveranstaltung hatte teilnehmen wollen. Alle Insassen im Flugzeug hätten sich sehr dispzipliniert verhalten. 

Die Start- und Landebahn am Flughafen Stuttgart wurde bis auf weiteres gesperrt. Passagiere anderer Maschinen müssen sich auf mehrstündige Verspätungen und Flugausfälle einrichten. Sie wurden vom Flughafen aufgefordert, sich an ihre jeweiligen Airlines zu wenden. (sf/ae/ddp/dpa)

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