Flugzeugunglück : U-Boot soll restliche Opfer aufspüren

Im Atlantik geht die Suche nach den 204 noch vermissten Opfern der abgestürzten Air-France-Maschine weiter. Bisher konnte das Einsatzteam der Marine 24 Passagiere tot aus dem Wasser bergen.

Ein französisches Atom-U-Boot ist auf dem Weg in das Absturzgebiet im Atlantik 1000 Kilometer vor der Küste Brasiliens, um vor allem die Suche nach dem Flugschreiber voranzutreiben. Es wird vermutlich morgen in der Region eintreffen. Das U-Boot Emaraude ist mit hoch entwickelter Horch- und Sonartechnologie ausgestattet.

Für die brasilianische Marine allerdings hat die Suche nach dem Flugschreiber keinen Vorrang. "Unsere Aufgabe und unsere Priorität ist vor allem, die Leichen und dann die Wrackteile zu bergen", sagte ein Sprecher der Marine.

Am Montag wurden acht Leichen geborgen, am Wochenende ware es bereis 16 gewesen. Diese sollen zunächst alle auf die Insel Fernando de Noroha und anschließend weiter zur Identifizierung aufs Festland nach Recife gebracht werden.

Die acht Toten wurden in einem Seegebiet gefunden, das sich rund 440 Kilometer nordöstlich des Sankt-Peter-und-Pauls-Felsen befindet, einer winzigen, kahlen und unbewohnten Inselgruppe im Atlantik. Die See ist an dieser Stelle den Angaben zufolge 3500 Meter tief. Künftig werde nicht mehr nur über gesichtete, sondern nur noch über geborgenen Leichen informiert, sagte ein Luftwaffen-Sprecher.

Die Bergungsmannschaften fanden inzwischen außerdem Hunderte Wrackteile und persönliche Gegenstände der Passagiere, darunter Taschen, Laptops, Video- und Fotokameras, Kleidungsstücke und Papiere. An Bord des am Pfingstmontag abgestürzten Airbus waren auch 28 deutsche Passagiere. Es gab keine Überlebenden.

 

ZEIT ONLINE, aku, dpa

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