Frankreich : Hollande in Not - der Präsident will gegen Berichte über eine Affäre vorgehen

Das französische Magazin "Closer" will Präsident François Hollande bei einer Affäre ertappt haben. Hollande kündigte nun rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichungen an.

Michel Penke
Das Magazin "Closer" am Kiosk mit den Veröffentlichungen um eine mögliche Affäre Hollandes.
Das Magazin "Closer" am Kiosk mit den Veröffentlichungen um eine mögliche Affäre Hollandes.Foto: dpa

Der französische Präsident François Hollande hat angedroht gegen Berichte über eine angebliche Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet vorzugehen. Das Magazin "Closer" hatte in seiner an diesem Freitag erschienenen Ausgabe ausführlich über eine mögliche Liaison zwischen dem französischen Staatsoberhaupt und der 18 Jahre jüngeren Schauspielerin berichtet. Präsident Hollande fühlte sich nun in seiner Privatsphäre zutiefst verletzt und kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Zeitschrift zu prüfen.

François Hollande ist eigentlich mit Valérie Trierweiler zusammen

François Hollande lebt derzeit in einer Beziehung mit der Journalistin Valérie Trierweiler. Aus einer früheren Beziehung mit der Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal hat er vier Kinder. Gerüchte über eine Affäre mit Julie Gayet gab es jedoch schon lange. Das Magazin "Closer" hatte nun auf sieben Seiten Fotos unter dem Titel "Die heimliche Liebe des Präsidenten" abgedruckt, auf denen sich ein Mann in der Größe Hollandes in einen dunklen Trenchcoat gehüllt und mit einem Helm auf einem Motorroller zu einem Haus fahren lässt. "Closer" vergleicht darauf die Schuhe des Mannes mit jenen François Hollandes auf offiziellen Empfängen. Auf einem anderen Foto will die Zeitschrift Julie Gayet vor demselben Haus identifiziert haben. Als weiteren Beleg lichtet "Closer" einen Mann vor dem Haus ab, bei dem es sich um den Leibwächter des Präsidenten handeln soll.

Die Zeitschrift mokiert sich sowohl über die Liebschaft als auch über die fehlende Sicherheit Hollandes. Lediglich ein Personenschützer hätte den Präsidenten bei seinem amourösen Besuch begleitet.

François Hollande hatte seinen Vorgänger wegen seines Privatlebens kritisiert

"Closer"-Chefredakteurin Laurence Piau verteidigte derweil im Sender Europe 1 die Veröffentlichung der Fotografien. "François Hollande ist ein normaler Präsident, eine normale Person. Das ist ein Präsident, der eine Vorliebe hat und eine Geschichte“, sagte Piau am Freitag. Hollande hat in einer Stellungsnahme ausdrücklich darauf hingewiesen, er fühle sich als Privatmann und nicht als Präsident von den Berichten getroffen. Er habe wie alle Bürger das Recht des Schutzes seiner Privatsphäre.

Hollande hatte seinen Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy stets dafür kritisiert, dessen Beziehung zu der Sängerin Carla Bruni zur Schau zu stellen. Mit der Amtsübernahme hatte er angekündigt, das Präsidentenamt seriöser zu führen.

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