GEFAHREN AN DER OSTSEE : GEFAHREN AN DER OSTSEE

Gerade Urlauber aus der Stadt schätzen die Gefahren an der Ostsee oft falsch ein. Die Natur ist hier rau, schroff und unterliegt ständigen Veränderungen. Verbote gibt es nur in seltenen Fällen, jeder ist selber verantwortlich, wie viele Risiken er eingeht.

Seit dem Tod der zehnjährigen Katharina, die am zweiten Weihnachtsfeiertag 2011 am Kap Arkona auf Rügen von herabstürzenden Kreide- und Mergelmassen erschlagen und erst fünf Wochen später an Land gespült worden war, werden besonders die Gefahren an den Steilküsten stärker beachtet. Der betroffene Küstenabschnitt vor Putgarten darf zwar offiziell nicht betreten werden, aber viele Neugierige halten sich nicht an die Verbotsschilder.

Auch an Steilküsten bei Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, bei Sassnitz und Göhren auf Rügen oder bei Koserow auf Usedom sollte die Natur beobachtet werden. 20 Zentimeter Land nimmt sich die Ostsee jährlich von der Steilküste – im Durchschnitt. Doch Küstenabbrüche sind nicht vorhersehbar. Jahrelang passiert nichts und dann bricht Küste mit einer Breite von mehreren Metern ab. Buhnen und Pfeiler im Wasser verursachen eine Sogwirkung und sollten immer von Badenden gemieden werden. Bei heftigen Stürmen sind Wanderer und Radler durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume gefährdet. Ste.

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