Gesundheit : Astronomie: Neumond bringt kräftige Gezeiten

Wenn der Erdtrabant am 2. September um 23 Uhr 43 die Vollmondposition erreicht, befindet er sich mit einem Abstand von insgesamt 406 330 Kilometern zugleich auf dem erdfernsten Punkt seiner Bahn. Zum Neumond am 17. September trennen uns hingegen nur noch 358 130 Kilometer von unserem Begleiter, der auf den erdnächsten Punkt seiner Bahn gewandert ist. Das Zusammenfallen von Neumond und Erdnähe führt zu besonders starken Gezeiten, es können Springfluten und Spannungen in der Erdkruste auftreten.

Am Abendhimmel zieht nach wie vor der Mars die Blicke auf sich. Allerdings leuchtet der Nachbarplanet der Erde längst nicht mehr so auffällig hell wie im Juni, als er zur so genannten Opposition der Sonne genau gegenüber stand und der Erde besonders nah kam. Inzwischen verschwindet der Rote Planet auch deutlich vor Mitternacht in den Dunstschichten am Südwesthorizont.

Mars ist zunächst der einzige Planet am Abendhimmel. Obwohl der sonnennahe Merkur am 18. September mit fast 27 Grad seinen größten östlichen Abstand von der Sonne erreicht, zeigt er sich in unseren Breiten nicht. Merkur hält sich in den südlichen Bezirken des Tierkreises auf, und lässt sich nur in südlichen Ländern abends tief am Westhorizont erspähen.

In der zweiten Nachthälfte taucht Jupiter auf. Nach Mitternacht steigt der Riesenplanet am nordöstlichen Firmament in die Höhe. Morgens steht er dann hoch im Osten und glänzt so auffällig in einem weißen Licht, dass er kaum zu übersehen ist.

Allerdings ist die Venus nach wie vor der Morgenstern und strahlt noch deutlich heller als Jupiter. Sie geht jedoch immer später auf. Zu Monatsende steigt der Morgenstern erst kurz vor 5 Uhr morgens über den Osthorizont. Zu Beginn des letzten Monatsdrittels wandert Venus am Löwenhauptstern Regulus vorbei.

Und die Sonne? Sie wandert auf dem absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 16. September verlässt sie das Sternbild Löwe und wechselt in das Sternbild Jungfrau, in dem sie bis Ende Oktober bleibt. Am 23. September überschreitet sie den Himmelsäquator in südlicher Richtung. Und damit hält der astronomische Herbst Einzug.

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