Gesundheit : Bedrohte Tierarten: Schnelle Züge gefährden Seeadler

Die meisten der seltenen Seeadler in Deutschland werden vom Zugverkehr und durch Bleivergiftungen getötet. Das hat eine Studie des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung festgestellt. Demnach sind rund 70 Prozent der Todesfälle der bedrohten Greifvögel zivilisationsbedingt. In ganz Deutschland gebe es nur noch rund 360 Brutpaare des Seeadlers, der auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht.

Seeadler fliegen oft in die Nähe von Gleisanlagen, um verunglücktes Wild als Nahrung zu holen, hieß es. Durch den Sog schnell vorbeifahrender Züge würden sie dann erfasst und getötet. Eine beliebte Beute der Adler seien auch von Jägern angeschossene Enten und Gänse, wobei sie das damit aufgenommene Bleischrot vergifte. Oft verenden Tiere der Studie zufolge auch an Stromleitungen.

Seeadler gibt es jetzt vor allem wieder in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig- Holstein. Bis 1935 galt der Seeadler in Deutschland als ausgerottet.

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