Gesundheit : Böger will für Lehrer keine „Reform light"

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Berlins Schulsenator Klaus Böger will sich auf keine Reform der Lehrerausbildung einlassen, die nicht auf den neuen gestuften Studiengänge Master und Bachelor basiert. Bei einem Treffen der Vizepräsidenten der Berliner Unis erteilte er dem Wunsch der Technischen Universität eine Absage, bei den alten zum Staatsexamen führenden Studiengängen bleiben zu können, diese aber zunehmend zu modularisieren. „Darüber entscheidet die Politik und nicht die TU“, sagte Böger auf Anfrage.

Die TU ist unter den vier Berliner Universitäten diejenige, die dem Vorstoß Bögers zu einer Modellphase mit Master und Bachelor vom kommenden Wintersemester an besonders skeptisch gegenübersteht. Die TUVizepräsidentin Ulrike Strate erklärt dies mit offenen rechtlichen Fragen, wie der Anerkennung des Bachelorabschlusses in anderen Bundesländern, sowie Kapazitätsproblemen der TU. Außerdem sei es nach Pisa fragwürdig, wenn Berlin als einziges Bundesland Lehrer (außer die Studienräte) nur mit Bachelorabschluss in die Schule schicken würde.

Klaus Böger meint dagegen, die Anerkennungsfragen seien längst mit den Kultusministern geklärt. Die TU mache den Eindruck, als wolle sie sich von ihrer Lehrerbildung verabschieden. Diesem Eindruck widersprach Strate vehement: „Die TU steht voll hinter ihrer Lehrerbildung.“ In gewerkschaftsnahen Kreisen werden die Pläne Bögers, Lehrer mit Bachelorabschluss in die Schule zu schicken, auch kritisch gesehen, weil diese Lehrer dann voraussichtlich in eine niedrigere Besoldungsgruppe eingruppiert würden. akü

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