Gesundheit : Chemie erforscht Kunst

Öffentliche Vortragsreihe

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Was hat die Chemie mit Kunst zu tun, beispielsweise mit Gemälden? Nun, jede Darstellung verwendet Materialien: Öl oder Wasserfarben, Leinwand. Wenn Zweifel aufkommen, etwa ob ein Selbstportrait tatsächlich von Rembrandt stammt, werden Naturwissenschaftler gerufen. Im „Fall Rembrandt“ stellte sich übrigens unter dem Rasterelektronenmikroskop der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) heraus, dass es die verwendeten Farben im Jahr 1634 noch gar nicht gab. Die Untersuchung von Kunstwerken ist also eine spannende Detektivarbeit, die auch Kulturgeschichtlern Erkenntnisse liefert – etwa welche Völker voneinander welche Techniken gelernt haben.

Eine öffentliche Vortragsreihe, die in diesem Jahr der Chemie stattfindet, gibt Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler. Die Themen spannen einen Bogen von der ersten Herstellung der Metalle vor 10 000 Jahren über die Kunstwerke der Renaissance bis zu den Umwelteinflüssen, die manchen Kunstobjekten heute schaden. Veranstaltet wird die Reihe von der BAM, vom Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen zu Berlin und vom Hahn-Meitner-Institut. Der erste Termin: Freitag, 14. März, 19 Uhr 30 in der BAM-Nebenstelle Unter den Eichen 44 Ecke Fabeckstraße in Steglitz. Der Eintritt ist frei, größere Gruppen sollten sich anmelden unter der Rufnummer: 8104-1001. gih

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