Gesundheit : Der Komet rast, der Abflug verzögert sich Nach dem Ariane-Absturz bangen Forscher um die „Rosetta“-Mission

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Noch im Januar soll die Raumsonde „Rosetta“ zu einer neunjährigen Reise aufbrechen. Ihr Ziel ist der kleine Komet Wirtanen, den die Sonde bei seiner Fahrt zur Sonne begleiten soll. Am Montagabend bangten Kometenforscher und Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt während ihrer „Kometennacht“ im Hamburger Bahnhof in Berlin jedoch um die erste Landung auf einem Kometen. Denn „Rosetta“ muss noch im Januar mit einer Ariane-5-Rakete starten, um den Kometen auf komplizierter Flugbahn erreichen zu können. Ob dies gelingt, ist nach dem gescheitertem Premierenflug der neuesten Rakete des Typs Ariane-5-Plus fraglich.

Die Rakete musste im Dezember unmittelbar nach ihrem Start wegen eines defekten Kühlsystems im Triebwerk gesprengt werden. Sie stürzte mit zwei Kommunikationssatelliten an Bord ins Meer. Kosten: etwa 600 Millionen Euro. Die Ariane-5 hat zwar ein anderes Triebwerk als das neue Modell 5-Plus. Aber die nach der Panne erforderlichen technischen Überprüfungen und Verzögerungen machen das ohnehin enge Startfenster für „Rosetta“ noch kleiner. Der Zeitdruck wächst, der rasende Komet wartet nicht. Doch auch für die Betreibergesellschaft Arianespace ist die Lage auf dem hart umkämpften Satellitenmarkt kritisch. Sie kann sich keinen weiteren Fehlstart mehr leisten. tdp

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