Gesundheit : Die Dynamik des Denkens erkennen

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An den Deutschunterricht in der Schule erinnern sich viele mit Schrecken zurück: Wie sie beispielsweise Zeile für Zeile Lessings „Nathan der Weise“ durcharbeiten mussten, um die Ringparabel zu interpretieren.

Ähnlich sind, überspitzt gesagt, lange Zeit auch Literaturwissenschaftler vorgegangen: Sie haben erforscht, was uns der Nathan über die Zeit sagt, in der er geschrieben wurde. Die Geisteswissenschaftler der FU wollen da jetzt ganz anders herangehen: Sie wollen Theater, Philosophien, Bilder – sprich: alle Erzeugnisse des menschlichen Geistes – nicht mehr isoliert betrachten, sondern erforschen, wie dynamisch Kultur sich entwickelt. Sie wollen herausfinden, wie sich das Denken über Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert. Und wie sich ein neues Denken dann in der Kunst, im Alltag und in der Wissenschaft niederschlägt, und zwar in den Geistes wie den Naturwissenschaften.

Wissenschaftler aus 30 Fächern haben sich deswegen vor kurzem zum Dahlem Humanities Center zusammengeschlossen, um interdisziplinär kulturelle Transformationen zu erforschen. Mit Museen, Opern und Theatern wollen sie zusammenarbeiten – Einrichtungen also , in denen sich Kultur täglich weiterentwickelt. tiw

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