Gesundheit : Die neueste Idee der BVG: Sockelbetrag soll gezahlt werden - Monatstickets werden billiger

Heiko Schwarzburger

Auf sechs Monate hoch gerechnet, ist das Angebot der Verkehrsbetriebe teurer als deren letzter Pauschal-Vorschlag von 215 MarkHeiko Schwarzburger

Die Berliner Verkehrsunternehmen haben einen neuen Vorschlag zur Einführung des Semestertickets. Danach sollen die Berliner Studenten zum Semesterstart einen Sockelbetrag zahlen und sich dann monatlich ein verbilligtes Ticket kaufen. Nun sei es an ihnen, die Verhandlungen neu aufzunehmen.

Bisher verlangen die Verkehrsbetriebe 215 Mark für das Semesterticket, als Zwangsabgabe aller 134 000 Berliner Studenten. Damit wollen die Unternehmen rund 29 Millionen Mark einehmen. Soviel geben die Studenten derzeit für den öffentlichen Verkehr in der Stadt aus. Die Verhandlungsführer auf Seiten der Studenten wollen aber weniger als 200 Mark für das Semester erreichen. Bisher hatte die Semtix-Gruppe der Technischen Universität die Verhandlungen für die Studenten geführt. Sie war zu dem Treffen an der TFH, bei dem die BVG ihren Vorschlag präsentierte, nicht eingeladen worden. Bei dem neuen Vorschlag müssten die Studenten beispielsweise 20 Mark zum Semesterbeginn und dann 56 Mark für die Monatskarte zahlen. Auf sechs Monate hoch gerechnet, kommt das in der Summe deutlich teurer als der Festpreis von 215 Mark. Doch die BVG rechnet damit, dass die Studenten im Durchschnitt nur vier Monate pro Semester in der Stadt sind. Die Preise beziehen sich immer auf die Tarifbereiche A und B. "Wenn wir das Umland oder gar den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hinzu nehmen, wird es natürlich teurer", erklärte Antje Theißen, die Tarifexperten der BVG. Dafür verlangen die Verkehrsunternehmen bisher 275 Mark im Semester.

Sollte das Kombinationsmodell zum Zuge kommen, wären die Preise für den Sockelbetrag und die Monatsrate noch konkret auszuhandeln: Schnelle Ergebnisse sind auch weiterhin nicht in Sicht.

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