Gesundheit : DVD-Brenner: Immer preiswerter

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Bislang waren DVDs allenfalls für Video-Player oder als ROM-Laufwerke, also reine Leselaufwerke, im Einsatz. Doch nun sind auch die ersten erschwinglichen DVD-Brenner im Handel erhältlich. "Die Gerätepreise liegen inzwischen unter 2000 Mark, die Speichermedien sind schon für 30 Mark zu haben", sagt Nico Jurran, Redakteur bei der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift "ct"."

Allerdings gibt es noch eine Hemmschwelle für die Käufer: Die Hersteller haben sich noch nicht auf einen einheitlichen Standard für die DVD-Brenner geeinigt. So gibt es insgesamt drei, die untereinander nicht kompatibel sind: sie heißen DVD-RW, DVD+RW und DVD-R. Letzterer, vom Hersteller Apple favorisierter Standard ist als einziger zu "normalen" DVD-Playern kompatibel. "Seit März ist unser PowerPC G4 auch in einer Konfiguration mit dem so genannten SuperDrive, einem Kombinationslaufwerk für CD-RW und DVD-R, erhältlich", sagt Frank Limbacher, Pressereferent von Apple-Deutschland.

Mit 9300 Mark liegt der Preis nur noch um 1300 Mark höher als bei einem PowerPC G4 mit einfachem CD-Brenner. Vor kurzer Zeit hätte man zum Preis des gesamten Rechners noch keinen einzelnen DVD-Brenner bekommen. Und Pioneer plant als erster Hersteller mit dem DVR-A03 Writer einen multifunktionalen Brenner für den PC auf den Markt zu bringen, der DVD und CD gleichermaßen verarbeiten und brennen kann. Pro bespielter DVD stehen dem Nutzer 4,7 Gigabyte (GB) Speicherkapazität zur Verfügung. Die mit dem DVR-A03 Writer bespielten Speichermedien sollen voll kompatibel zu DVD-ROM-Laufwerken sowie zu DVD-Video-Playern sein. Somit könnten sie in allen handelsüblichen Geräten abgespielt werden. Unter 2000 Mark soll der Pioneer DVD-Brenner kosten und Ende Mai im Handel sein.

Der Pioneer-Brenner funktioniert aber nur mit so genannten DVD-R(G)-Medien. Auf diese Rohlinge lassen sich keine kopiergeschützten Daten (wie etwa Spielfilme) brennen. Mit so genannten DVD-R(A)-Rohlingen, die dazu in der Lage wären, kann der Brenner nichts anfangen. Allerdings gibt es für Computerfreaks auch hier Wege: "Mittlerweile stehen viele Tools zur Verfügung, mit denen Filme in dekodierter Form auf die Festplatte gebracht und dann auf den Rohling übertragen werden können", sagt Jurran.

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