Gesundheit : Einstein-Forum von Avantgarde bis Arafat

-

Das Potsdamer Einstein Forum begrüßt zum Auftakt seines HerbstWinter-Programms „Borussia“ in Berlin. Dieses Gemälde Adolph Menzels ist kürzlich vom Deutschen Historischen Museum angekauft worden. Forums-Gast Michael Fried schlichtet den alten Streit um die These, dass die Gemälde Menzels weder Kunst noch Geschichte seien. Der amerikanische Kunstkritiker klärt am heutigen Donnerstag im Kronprinzenpalais (Unter den Linden 3) über „Menzels Realism“ auf. Über die Grenzen der Disziplinen setzt auch – ganz im Sinne des Einstein-Programms – Emma Rothschild vom Zentrum für Geschichte und Wirtschaft (Cambridge). Ihr Vortrag über „Ökonomie und Gefühl im Geiste der Aufklärung“ ist am Montag, dem 21. Oktober (19 Uhr), der erste gute Grund zum Potsdamer Stammhaus Am Neuen Markt 7 zu reisen.

Das Einstein-Forum bleibt aber entgegenkommend. Die Ausstellung „Avantgarden! Kunst in Mitteleuropa 1910 – 1930“ im Martin-Gropius-Bau eröffnet das Forum am 8. und 9. November mit einem internationalen Workshop über den Austausch von Avantgarde-Künstlern aus Warschau, Prag und Budapest mit westlichen Kunstszenen.

Ganz aktuell und politisch konferieren am 4. Dezember im Haus der Kulturen der Welt Israelis und Palästinenser über „Friedensstrukturen“. Mitte Dezember macht es das Einsteinforum noch einmal „Ganz Anders“: Zum 10. Todestag von Günther Anders geht es um die Problematik philosophischer Sprachstile. Und wo bleiben die Naturwissenschaften, die doch zum Einsteinschen Programm gehören? Nur einmal, in der Staatsbibliothek, gibt es am 5. November einen geowissenschaftlichen Dialog zwischen dem Tübinger Nestor der Mineralogie Wolf von Engelhardt und dem jungen Petrologie-Professor Gregor Markl. Das Programm im Internet: www.einsteinforum.de . -ry

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben