Gesundheit : Experiment mit Oligodendrozyten: Hirnzellen im Tierversuch verjüngt

Britischen Forschern ist es gelungen, Hirnzellen bei Tierversuchen zu verjüngen. Sie experimentierten mit Oligodendrozyten-Vorläufern aus dem Sehnerv von jungen Laborratten. Diese Zellen haben das Stadium von Stammzellen, die sich noch in viele Richtungen entwickeln können, bereits hinter sich. Sie sind aber noch nicht vollständig spezialisiert, sondern können zu verschiedenen Arten von Helferzellen heranwachsen, die die echten Nervenzellen im Gehirn unterstützen.

Toru Kondo und Martin Raff vom University College London gelang es, die Oligodendrozyten mit Hilfe von Wachstumsfaktoren auf eine niedrigere Entwicklungsstufe zurückstellen, die sie eigentlich bereits hinter sich hatten. Das kommt einer Verjüngung der Zellen gleich, die nach der gängigen Lehrmeinung eigentlich unmöglich sein sollte. Die Forscher lenkten das innere Entwicklungsprogramm der Zelle zudem in eine Richtung, die es normalerweise nicht mehr eingeschlagen hätte: Die Zellen wuchsen zu Nervenzellen heran. Damit könnten sich eines Tages neue Möglichkeiten bieten, degenerative Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson zu behandeln.

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