Gesundheit : Fasten: Kurze Hungerkur hilft gegen Alterung

Bereits mehrere kürzere Diäten schalten lebensverlängernde Gene an - zumindest ist dies bei betagten Mäusen der Fall. Das haben US-Forscher jetzt nachgewiesen. Bisherige Studien hatten eine höhere Lebenserwartung unter anderem an permanenten mäßigen Kalorienverzicht geknüpft. Doch der Forscher Stephen Spindler und seine Kollegen von der Universität von Kalifornien in Riverside entdeckten, dass 70 Prozent der lebensverlängernden Änderungen im Erbgut bereits durch kurzfristige "Hungerkuren" im Alter erreicht werden.

Das Team um Spindler ging der Frage nach, wie viele und welche Faktoren im Erbgut den Altersprozess steuern. Dazu untersuchten sie 11 000 Gene von Mäusen. Die Nager teilen mehr als 90 Prozent ihres Erbguts mit dem Menschen. Anschließend prüften die Forscher, welche dieser den Altersprozess steuernden Gene auf kalorienarme Kost reagieren. Das Ergebnis beschreiben die Forscher in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Demnach sind wenigstens 46 Maus-Gene in den Altersprozess verwickelt - sie ändern ihre Aktivität im Laufe des Lebens. Eine verringerte Kalorienaufnahmen führt bei Mäusen dazu, dass die altersbedingte Veränderung an den betroffenen Genen rückgängig gemacht wird. Zusätzlich werden andere Gene, die vom Altern nicht direkt betroffen sind, beeinflusst. Studien sollen nun zeigen, ob das Ergebnis auf Menschen übertragbar ist. Dann könnten Senioren möglicherweise mit gelegentlichen Schlankheitskuren das Leben verlängern.

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