Gesundheit : So wird der Flüssigkeitshaushalt reguliert

WASSER IM KÖRPER:



Der erwachsene menschliche Körper besteht zu etwa 60 Prozent seines Gewichts aus Wasser. Der Wassergehalt wird mit großer Genauigkeit konstant gehalten. Im Alter nimmt er generell etwas ab. Der Input wird durch Trinken und Aufnahme „fester“ – ebenfalls flüssigkeitsreicher – Nahrung gesichert. Dazu kommt Wasser, das im Körper bei Stoffwechselprozessen entsteht. Verluste ergeben sich bei Verdunstung durch die Haut, besonders beim Schwitzen, durch die Atmung und die Ausscheidung mit Urin und Stuhl.

SO ENTSTEHT DURST:

Wenn der Körper mehr als 0,5 bis ein Prozent seines Gewichts an Wasser verliert, meldet sich normalerweise der Durst. Dahinter stehen komplizierte körpereigene Mechanismen. Sie beginnen im Gehirn, genauer im Hypothalamus, wo mit Hormonen die Weichen für zahlreiche Körperfunktionen gestellt werden. Dort registrieren Fühler den osmotischen Druck des Blutes, der vom Verhältnis zwischen Wasser und verschiedenen Salzen (Elektrolyten) abhängt. Ist dieser Druck hoch und zirkuliert wenig Blut, dann wird das Hormon Vasopressin ausgeschüttet. Es wirkt der Ausscheidung von Wasser entgegen. Stehen viel Salz und reichlich Eiweiß auf dem Speiseplan, muss auch mehr getrunken werden, denn Salz und der anfallende Harnstoff können nur zusammen mit Wasser ausgeschieden werden. Gesunde Menschen haben bei erhöhtem Wasserbedarf auch entsprechend größeren Durst.

INFORMATIONEN:

Über Forschung rund um Wasser informiert das Kompetenzzentrum Wasser in Berlin: www.kompetenz-wasser.de (aml)

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