Gesundheit : Graben und fischen

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In den Semesterferien zieht es die Angehörigen der Hochschulen in die ganze Welt. Einige schreiben von unterwegs.

Liebe Kommilitonen,

das Dorf Chicha ist so klein, dass wahrscheinlich selbst in 100 Kilometer Entfernung noch nie jemand etwas davon gehört hat. Dabei heißt es nach einem berühmten russischen Revolutionär.

Vor 3000 Jahren dürfte der Ort wichtiger gewesen sein: Damals lag hier eine große Siedlung. Diese wird heute von einem russisch-deutschen Archäologenteam ausgegraben. Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei. Es ist wunderschön hier, weite Blumenwiesen und Birkenwälder, der See, der Fluss und ein Himmel, der jede Minute anders aussieht. Auch in Sibirien ist in diesem Sommer Hochwasser, aus dem See ragen riesige Heuhaufen, und unsere Fahrer gehen in der Wiese fischen.

Die Russen sind sehr gastfreundlich, und auch die Verständigung klappt wunderbar, obwohl mein Russisch ein einziger Witz ist. Der größte Kulturschock war für mich, wie unglaublich zuvorkommend man hier als Frau behandelt wird. Daran könnte ich mich gewöhnen!

Viele Grüße von

Dörthe Wilkens,

Studentin der Ur- und Frühgeschichte,

der Mittelalterlichen Geschichte und Latein. Foto: cinetext

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