Gesundheit : Grundstücksstreit: Uni Leipzig bekommt wieder ein Zentrum

Die Universität Leipzig und die sächsische Landesregierung haben ihren Streit um Grundstücke in Leipzigs Innenstadt beigelegt. Dazu unterzeichneten Wissenschaftsminister Hans Joachim Meyer und Universitätrektor Volker Bigl einen Vergleich.

Die strittigen Grundstücke wurden in dem Vergleich aufgeteilt. Die Universität erhält ihre Grundstücke im Innenstadtring als Körperschaftsvermögen. Zugleich zieht die Hochschule beim Bundesverwaltungsgericht ihre Revisionsklage gegen den Verkauf des ehemaligen Universitätshochhauses am Augustusplatz durch das Land zurück. Der Streit um den Verkauf des Gebäudes hatte die Öffentlichkeit beschäftigt.

An Sachsen gehen die Universitätsgrundstücke außerhalb der Innenstadt über, die die Universität aber auch weiterhin nutzt. In dem Vergleich hat sich die Landesregierung verpflichtet, die Neugestaltung des Campus in der Innenstadt bis zur 600-Jahr-Feier im Jahr 2009 finanziell zu unterstützen. Dadurch soll die Universität wieder ein Zentrum bekommen, das sie durch die Sprengung der gotischen Paulinerkirche und des kriegszerstörten Hauptgebäudes am Augustusplatz im Jahr 1968 verloren hatte. Mit der Sprengung sollte Platz für die sozialistische Architektur der Karl-Marx-Universität geschaffen werden. "Mit der Einigung ist die Durchführung aller begonnenen oder vorgesehenen Sanierungs- und Neubauvorhaben auf den bisher strittigen Grundstücken gesichert", teilte Rektor Bigl mit.

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