Gesundheit : "Herausragende Funktion": Lob für das Wissenschaftskolleg

H. S.

Auf seiner jüngsten Tagung hat sich der Wissenschaftsrat auch mit dem Berliner Wissenschaftskolleg befasst. Als Zentrum für höhere Studien nach angelsächsischem Vorbild habe das Institut "eine herausragende Funktion", wie die Gutachter formulierten. "Es ermöglicht ein Zusammenwirken der Stipendiaten, wie sie auf andere Weise nicht zu erzielen wäre." Das Berliner Wissenschaftskolleg habe sich beim Aufbau ähnlicher Institute in Budapest, Bukarest und Warschau große Verdienste erworben. Der Wissenschaftsrat schlägt vor, das bislang vom Land Berlin getragene Institut in die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern aufzunehmen. "Das Kolleg nimmt seine Aufgaben in hervorragender Weise wahr und leistet einen erheblichen Beitrag zur Förderung des Wissenschaftsstandortes Deutschland", urteilte der Historiker Winfried Schulze, der Vorsitzende des Wissenschaftsrates. "Daraus leitet sich ein gesamtstaatliches Interesse ab."

Aber es gab nicht nur Lob. Die Gutachter empfehlen dem Wissenschaftskolleg, sein Gründungskonzept aus dem Jahr 1980 weiter zu verbessern. So sollten künftig stärker Themen des wechselseitigen Verhältnisses von moderner Lebenswelt und technischen Innovationen berücksichtigt werden. Mathematiker und Informatiker sollten unter den Stipendiaten (Fellows) häufiger als bisher vertreten sein. Dauerhaft berufene Forscher (permanent fellows) sollten nur noch für fünf Jahre unter Vertrag stehen, nicht wie bisher bis zur Rente.

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