Gesundheit : Hochschulmedizin: Goehler: Keine Uni-Klinik schließen

Uwe Schlicht

Die Hochschulmedizin steht vor einer schwierigen Situation: Von 2003 bis 2005 soll sie 145 Millionen Mark sparen. Um dieses Ziel umzusetzen, soll eine unabhängige Expertenkommission mit auswärtigen Medizinern eingesetzt werden. Wissenschaftssenatorin Adrienne Goehler möchte der Expertenkommission außer der Sparsumme von 145 Millionen keine weiteren Vorgaben machen - anders als SPD und PDS, die der Kommission schon jetzt die Richtungsentscheidung nahelegen wollen, die Klinika der Freien Universität und der Humboldt-Universität unter einem Dach zusammenzuführen.

"Es kann nur eine unabhängige Expertenkommission geben, die nicht die Summe von unterschiedlichen Fraktionen des Abgeordnetenhauses ist" sagte die Senatorin. Sie suche nach einer Möglichkeit, die Unabhängigkeit der Experten absolut zu gewährleisten und zugleich den Dialog ihrer Senatsverwaltung mit den Klinika und den Universitäten zu intensivieren. Deswegen prüfe sie die Frage, ob neben der Expertenkommission auch noch ein Beirat einberufen werden kann. Sie wolle aus Betroffenen Beteiligte machen.

Frau Goehler betonte erneut, dass mit ihr die Schließung eines Klinikums nicht zu machen sei. Die sofortige und dauerhafte Einsparung von 150 Millionen Mark in der Medizin hätte die Schließung eines Klinikums bedeutet. "Das kann kein vernünftiger Mensch mitmachen". Deswegen sei es ein Erfolg der Verhandlungen, statt sofort und dauerhaft 150 Millionen Mark beim Staatszuschuss für die Medizin einzusparen, diese Summe auf 145 Millionen Mark zu verringern und sie zugleich über drei Jahre zu strecken.

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